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Abstract
P 012
Perforierende Keratoplastik mit Hornhautring – Langzeitergebnisse einer prospektiven randomisierten Studie
Florian Birnbaum, Johannes Schwartzkopff, Thomas Reinhard
Universitäts-Augenklinik Freiburg
Hintergrund und Ziel:
Ziel dieser Studie war der Nachweis der Sicherheit und Effektivität des Hornhautringes nach Krumeich bei perforierender Keratoplastik. Das Hauptzielkriterium war der postoperative Astigmatismus. In der Langzeitauswertung wurden alle Patienten nach kompletter Fadenentfernung untersucht.
Methoden:
Es wurden insgesamt 20 Patienten in diese Studie eingeschlossen (10 Patienten Keratokonus, 10 Patienten Fuchssche Endothel-Dystrophie). Nach Randomisierung wurden 10 Patienten mit Ring operiert und 10 Patienten ohne Ring. Die geplanten Nachkontrollen erfolgten nach 6 Wochen, 4, 12 und 18 Monaten und nach kompletter Fadenentfernung. Zur Bestimmung des Astigmatismus wurde eine Orbscan-Hornhaut-Topographie durchgeführt.
Ergebnisse:
Die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit beträgt 2,4 Jahre. Der durchschnittliche Astigmatismus beträgt 4,1 Dioptrien in der Ringgruppe und 4,6 Dioptrien in der Gruppe ohne Ring (p=0,38).
Ein Patient aus der Ring-Gruppe wurde aufgrund einer schweren Contusio bulbi mit Wundspaltsprengung und Verbiegung des Ringes aus der Studie ausgeschlossen. Bei 4 Patienten mit Hornhautring kam es zu spontanen Fadenrupturen, bei 2 dieser 4 Patienten war eine Fadennachlegung erforderlich. Bei 2 Patienten aus der Ringgruppe kam es zu Abstoßungsreaktionen, in der Kontrollgruppe zeigten sich keine Abstoßungsreaktionen (p=0,14). Der durchschnittliche jährliche Endothelzellverlust beträgt 16,1% in der Ringgruppe und 9,2% in der Kontrollgruppe (p=0,13).
Schlussfolgerungen:
In der Langzeitauswertung dieser Studie zeigte die Verwendung des Hornhautringes bei perforierender Keratoplastik keine statistisch signifikante Minderung des postoperativen Astigmatismus nach kompletter Nahtentfernung. Hinsichtlich des Auftretens von Abstoßungsreaktionen und des Endothelzellverlustes zeigten sich ebenfalls keine statistisch signifikanten Unterschiede. |
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