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Abstract
P 014
Architektur der Vorderkammer und Augeninnendruck nach perforierender Keratoplastik bei Patienten mit Keratokonus
Benjamin Mauer1, Zisis Gatzioufas1, Ursula Löw1, Nikolaos Kozeis2, Frank Schirra1, Berthold Seitz1
1Klinik für Augenheilkunde, Universitätskliniken des Saarlandes, Homburg/Saar, 2Abteilung für Kinderophthalmologie, Augenklinik, Hippokration Krankenhaus, Thessaloniki, Griechenland
Hintergrund
Ziel unserer Studie war es, den Zusammenhang zwischen geometrischen Veränderungen der Vorderkammer und dem Augeninnendruck (IOD) nach perforierender Keratoplastik (pKPL) bei Patienten mit Keratokonus zu untersuchen.
Methode
Bei zwanzig Patienten mit Keratokonus (14 Männer, 6 Frauen) mtt pKPL wurde mittels Pentacam sowohl präoperativ als auch 1 Woche postoperativ untersucht. Die maximale Vorderkammertiefe (mVT) sowie der Kammerwinkel (KW) bei 0° und 90° wurden vermessen. IOD-Werte wurden mittels Applanations-Tonometrie erhoben. Dresden-Korrektur der Hornhautdicke wurde verwendet.
Ergebnisse
Am ersten postoperativen Tag zeigte sich eine signifikante IOD-Steigerung (20,1 ± 3,6 mmHg) im Vergleich zu den präoperativen IOD-Werten (10,7 ± 2,4 mmHg) (t-test, p<0,001). Die Pentacam-Untersuchung ergab eine signifikante Verengung des KW sowohl bei 0° (28,7 ± 4,3 Grad) als auch bei 90° (27,8 ± 5,2 Grad) postoperativ im Vergleich zu den präoperativen Befunden (37,5 ± 5,4 Grad bei 0° und 38,4 ± 3,7 Grad bei 90°) (t-test, p1<0,05, p2<0,05). Die postoperative mVT (3,2 ± 0,3 mm) war signifikant kleiner im Vergleich zu den präoperativen Werten (3,7 ± 0,3 mm) (t-test, p<0,05) Regressions-Analyse dokumentierte eine signifikante Korrelation zwischen der KW-Verengung und der IOD-Erhöhung postoperativ (Pearson Korrelation, r= -0,78, p<0,05).
Schlussfolgerungen
Die temporäre IOD-Steigerung nach perforierender Keratoplastik wurde bereits in einigen Studien belegt. Es wurde vermutet, dass eine Trabekulitis sowie die Entstehung vorderer Synechien durch die chirurgischen Manipulationen zum IOD-Anstieg führen. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass auch eine signifikante Verengung des KW und Verminderung der mVT zum IOD-Anstieg nach pKPL bei Patienten. |
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