DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft
  English Site Suche:  
  107. DOG-Kongress Home

DOG-Kongressinformation

DOG-Kongress Bildergalerie

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise und Forschungsförderungen

Höhepunkte

Wissenschaftliches Programm
Feierliche Eröffnung
Schwerpunkte
Wissenschaftliches Programm
- Do, 24.09.09
- Fr, 25.09.09
- Sa, 26.09.09
- So, 27.09.09
- Posterausstellung
Symposien
Kurse
Firmenveranstaltungen
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

Presseservice

Programm downloaden / drucken [PDF, 11 MB]

Vorprogramm downloaden / drucken [PDF, 3 MB]

DOG-Homepage
 

Abstract

P 017

Verbessertes Transplantatüberleben durch chirurgische Behandlung von Lidschlussdefekten vor der Keratoplastik

Katharina Hauer, Daniel Böhringer, Philipp Eberwein, Hans Mittelviefhaus, Thomas Reinhard

Universitäts-Augenklinik Freiburg

Hintergrund
Aus einer Reihe von Fallberichten scheint hervorzugehen, dass das Transplantatüberleben nach perforierender Keratoplastik bei Patienten mit persistierender Lidschlussinsuffizienz deutlich reduziert ist. Aus diesem Grunde wollten wir untersuchen, ob das Transplantatüberleben durch eine Sanierung der Lidstellung vor einer perforierenden Keratoplastik verbessert werden kann.
Methode
Wir untersuchten 12 Augen von 12 Patienten, bei denen eine perforierende Keratoplastik durchgeführt wurde und gleichzeitig mindestens ein Risikofaktor für eine Expositionskeratopathie bestand (Facialisparese oder Lidfehlstellung). Nur die jeweils erste Transplantation an den eingeschlossenen Augen wurde ausgewertet. Die Ursachen des Lidschlussdefektes waren gleichmäßig über beide Gruppen verteilt. Der Lidschluss war zum Zeitpunkt der Keratoplastik nach entsprechenden lidchirurgischen Maßnahmen bei 5 Patienten vollständig möglich (Gruppe A). Bei den anderen 7 Patienten wurden im Verlauf weitere lidchirurgische Maßnahmen erforderlich (Gruppe B). Das Durchschnittsalter zum Zeitpunkt der Keratoplastik betrug 61 Jahre in Gruppe A und 64 Jahre in Gruppe B. Die Nachbeobachtungszeit betrug durchschnittlich 3 Jahre. Das Transplantatüberleben der Gruppen A und B wurde nach Kaplan-Meier geschätzt und mittels Log-rank-Test verglichen.
Ergebnisse
In Gruppe B kam es im Verlauf bei allen Patienten zu einem Transplantatversagen, wohingegen in Gruppe A alle Transplantate klar blieben. Die Kaplan Meier Schätzung des Transplantatüberlebens 3 Jahre nach der Operation betrug 100% in Gruppe A und 50% in Gruppe B (p=0,09).
Schlussfolgerungen
Unsere retrospektive Untersuchung zeigte ein tendenziell besseres Transplantatüberleben nach perforierender Keratoplastik, wenn der Lidschlussdefekt im Vorfeld der Keratoplastik saniert worden war. Dies weist darauf hin, dass vor einer perforierenden Keratoplastik eine Lidschlussinsuffizienz in jedem Fall bestmöglich behandelt werden sollte.

 
Zurück    
Seitenanfang