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Abstract
P 018
Alternative Deckung bei perforiertem Randulcus
Pegah Heidari, Walter Sekundo
Augenklinik, Standort Marburg, Universitätklinikum Gießen und Marburg, Marburg
Hintergrund
Zur Deckung eines perforierenden Hornhautrandulkus wird üblicherweise ein Kornea-Patch oder eine perforierende Keratoplastik durchgeführt. Diese Methoden erfordern eine langfristige, topische, steroidale postoperative Therapie.
Methode
Ein 83-jähriger Patient im schlechten Allgemeinzustand bei dekompensierter Herzinsuffizienz, stellte sich vor mit Druckgefühl am linken Auge. Bei der Spaltlampenuntersuchung stellten wir eine Hornhautperforation mit Irisinkarzeration links fest. Anamnestisch war bis auf eine Fremdkörperverletzung kein Trauma erinnerlich. Der Visus betrug rechts 0,9 und links 0,32.
Der Patient war zum Zeitpunkt der Vorstellung in stationärer, kardiologischer Behandlung aufgrund einer global kardialen Dekompensation bei dilatativer Kardiomyopathie mit Stauungspneumonie.
Ergebnisse
Der Allgemeinzustand des Patienten verschlechterte sich in den darauf folgenden Tagen drastisch, sodass der Patient intensivpflichtig wurde und akute Lebensgefahr bestand. Angesichts der bestehenden Multimorbidität und der ungewissen Prognose sahen wir von einer Keratoplastik bzw. Kornea-Patch ab. Stattdessen wurde der Defekt mittels gestielter, eigener Sklera und Bindehaut gedeckt. Postoperativ wurde eine kurzfristige topische Therapie mit Ofloxacin durchgeführt. In den darauffolgenden Wochen blieb das Auge infektionsfrei und dicht.
Schlussfolgerungen
Eine Hornhaut-Defektdeckung mit der eigenen Sklera und Bindehaut ist eine denkbare Alternative bei Patienten, denen eine längerfristige Tropftherapie nicht zumutbar ist. Da die Gefahr einer Abstoßungsreaktion nicht gegeben ist, gestaltet sich der postoperative Verlauf komplikationsarm.
In diesem Fall stellt sich die Frage, ob eine Sanierung der Läsion dringend notwendig war, da bereits eine spontane Tamponade des Defektes durch die Iris vorlag.
Aus unserer Sicht war die Operation erforderlich, um eine Infektion mit verheerenden Folgen verhindern zu können. |
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