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Abstract

P 023

Ergebnisse nach Kollagen-Quervernetzung (CXL) mit Riboflavin und UV-A-Aktivierung bei Keratokonus

Kugu Ipek Cubukcu, Riad Khaireddin, Gisbert Richard, Stephan Linke, Toam Katz

Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg

Hintergrund
Die korneale Kollagen-Quervernetzung (CXL) mit Riboflavin/UV A zur Hornhautstabilisierung gewinnt an Bedeutung. In dieser Studie untersuchen wir den postoperativen Langzeiteffekt 12 Monate nach CXL bei progressivem Keratokonus.
Methode
Einschlusskriterien waren neben einer topographischen oder klinischen Keratokonus-Progression, d.h. Refraktionsänderung innerhalb der letzten 6 Monate,  eine minimale zentrale Hornhautdicke von mindestens 400 m. Prä- und postoperativ wurde nach 6 und 12 Monaten der unkorrigierte (UCVA) sowie der bestkorrigierte Visus ( BCVA), die anteriore und posteriore Hornhauttopography (PT) sowie die minimale zentrale Hornhautdicke mittels Pentacam (Zeiss) dokumentiert. Nach Erläuterung des Verfahrens wurde die Patienteneinwilligung schriftlich dokumentiert. Nach lokaler Anästhesie mit Oxybuprocain AT wurde das Hornhautepithel nach Inkubation mit 20% Alkohol für 30 Sekunden in einem 8mm Durchmesser entfernt. 0,1% Riboflavin Lösung wurde im Abstand von 2 Minuten über 30 Minuten appliziert, gefolgt von einer 30-minütigen UV-A-Bestrahlung (Wellenlänge 365 nm, Dosis 3 mw/cm2) im Durchmesser von 9 mm (UV-XTM, Peschke Meditrade GmbH). Postoperativ wurde eine therapeutische Kontaktlinse bis zum vollständigen kornealen Epithelschluss (ca. 5-7 Tage) belassen und für 1-2 Wochen topische Antibiose (Ofloxacin AT 4x tägl., Mann Pharma ) sowie topische Steroide (Prednisolon 1% AT 3x tägl., Allergan Gmbh) appliziert.
Ergebnisse
Bei 6 Augen verbesserte sich der BCVA, bei 2 Augen zeigte sich keine Veränderung. 
Die maximalen Keratometrie-Werte nach CXL zeigten in 2 Fällen eine weitere Progression, bei 1 Fall eine Stabilisierung und bei 7 von 10 Augen eine signifikante Abnahme.
Der durschnittliche zentrale Astigmatismus vergrößerte sich bei 3 Augen, blieb stabil bei 1 Auge und reduzierte sich bei 6 Augen. Die PT zeigte sich bei allen untersuchten Augen stabil.
Therapiesicherheit: Bei keinem Fall traten schwerwiegende klinische Komplikationen auf (infektiöse Keratitis, Endotheldekompensation, epitheliale Stammzellinsuffizienz). 6 Augen zeigten postoperativ stromales Haze. Dies reduzierte sich aber unter topischer Steroidgabe.
Schlussfolgerungen
Das CXL erweist sich als sichere und effektive therapeutische Option bei progressivem Keratokonus, basierend auf einem Nachuntersuchungszeitraum von 12 Monaten. Dennoch sind weitere Untersuchungen dieses neuen Verfahrens mit längerer Nachbeobachtungszeit notwendig.

 
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