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Abstract
P 024
Frühe Ergebnisse nach “big-bubble” tiefer anteriorer lamellärer Keratoplastik (DALK) beim Keratokonus
Stephan Riss, Claus Cursiefen, Friedrich E. Kruse
Universitäts-Augenklinik Erlangen
Hintergrund
Die tiefe anteriore lamelläre Keratoplastik (DALK) stellt eine innovative Alternative zur perforierenden Keratoplastik bei der Behandlung von Erkrankungen des Hornhautstromas wie beim Keratokonus dar. Ziel der Studie ist es, nach 3-monatiger Verlaufsbeobachtung die ersten Ergebnisse von Patienten zu präsentieren, die sich in unserer Klinik einer DALK mittels big-bubble-Technik unterzogen.
Methode
Wir untersuchten 11 Augen von 11 Patienten, die mit einer DALK mit big-bubble-Technik behandelt wurden. Die Indikationen zur Durchführung der Operation waren Keratokonus (n = 10) und Keratoglobus (n = 1). Die untersuchten Parameter waren bestkorrigierter Visus, Astigmatismus, Endothelzellzahl und Pachymetrie und aufgetretene intra- oder postoperative Komplikationen.
Ergebnisse
Der postoperative Nachbeobachtungszeitraum betrug 3 Monate. Der mittlere bestkorrigierte Visus lag präoperativ bei 0,25 (SD 0,22) und 3 Monate postoperativ bei 0,32 (0,16) (p>0,05). Der Astigmatismus konnte signifikant von präoperativ 7,49 (SD 3.15) auf postoperativ 4.85 (SD 2.44) reduziert werden (p<0.05). Endothelzellzahl und Pachymetrie ergaben vor der Operation Werte von 2237 (SD 243)/ mm2 und von 477 (SD 78) µm, verglichen mit 2068 (SD 302)/ mm2 und 519 (SD 70) µm nach dem Eingriff (p>0.05).
Aufgetretene Komplikationen umfassten eine Perforation der Descemet-Membran (2/11), die durch Luftinjektion behandelt werden konnte, verzögerte Wundheilung (2/11), frühzeitige Fadenlockerung (2/11) sowie ein verzögertes Anlegen der Descemet-Membran (2/11).
Schlussfolgerungen
Die tiefe anteriore lamelläre Keratoplastik mittels big-bubble-Technik scheint eine wirkungsvolle und weitgehend sichere Methode zur operativen Therapie des Keratokonus und des Keratoglobus zu sein. Bei unserem Patientenkollektiv konnte der Astigmatismus 3 Monate nach Durchführung der DALK signifikant reduziert werden, Endothelzellzahl und Pachymetrie zeigten sich postoperativ auf stabilem Niveau. Um einen Anstieg des bestkorrigierten Visus belegen zu können, wird ein längerer Nachbeobachtungszeitraum nötig sein. Die aufgetretenen Komplikationen konnten einfach und sicher therapiert werden.
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