107. DOG-Kongress Home

DOG-Kongressinformation

DOG-Kongress Bildergalerie

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise und Forschungsförderungen

Höhepunkte

Wissenschaftliches Programm
Feierliche Eröffnung
Schwerpunkte
Wissenschaftliches Programm
- Do, 24.09.09
- Fr, 25.09.09
- Sa, 26.09.09
- So, 27.09.09
- Posterausstellung
Symposien
Kurse
Firmenveranstaltungen
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

Presseservice

Programm downloaden / drucken [PDF, 11 MB]

Vorprogramm downloaden / drucken [PDF, 3 MB]

DOG-Homepage
 

Abstract

P 025

Histologische Befunde nach DSAEK-Transplantatversagen

Sonja Ute Heinzelmann, Claudia Auw-Hädrich, Philipp Maier, Daniel Böhringer, Thomas Reinhard
Universitäts-Augenklinik Freiburg

Hintergrund
Die Descemet stripping automated endothelial keratoplasty (DSAEK) stellt eine elegante und viel versprechende, aber auch mit Nachteilen behaftete Alternative zur perforierenden Keratoplastik (pKP) bei Fuchsscher Endotheldystrophie und bullöser Keratopathie dar. Das hauptsächliche Problem der DSAEK besteht in der gegenüber der pKP reduzierten Visusprognose. Diese hängt vom Interface ab, welches in vielen Fällen an der Spaltlampe kaum sichtbar ist.  Weitere Nachteile des Verfahrens sind Flapdislokation und Endothelzellverlust. Wir präsentieren hier 4 Hornhäute nach DSAEK, die histopathologisch und elektronenmikroskopisch im Hinblick auf das Interface ausgearbeitet wurden.
Methode
Die Hornhäute stammten von 4 pseudophaken Patienten, welche nach DSAEK aufgrund von Transplantatversagen, Flapdislokation und unzureichender Sehschärfe eine pKP erhielten (Intervall 1-7 Monate nach DSAEK). Bei einer Hornhaut war das Spenderscheibchen mechanisch präpariert worden, bei den 3 übrigen mittels Femtosekundenlaser. Die Schnitte wurden nach Standardprotokollen für HE, PAS, AMP und Goldner gefärbt. Mittels immunhistochemischer Färbungen (TUNEL, Caspase 3) sollten apoptotische Zellen dargestellt werden. Der Bereich des Interface wurde elektronenmikroskopisch aufgearbeitet. Als Kontrolle dienten Hornhäute nach pKP bei Fuchsscher Endotheldystrophie.
Ergebnisse
In allen Färbungen der DSAEK-Präparate war der Wundspalt nur schwer darstellbar, da die Transplantate gut adaptiert und die Wundflächen reizfrei waren. Es ließen sich weder Mukopolysaccaride noch eine Bindegewebsvermehrung darstellen. Keratozyten zeigten licht- und elektronenmikroskopisch eine unauffällige Morphologie und Apoptoserate. Mit dem Elektronenmikroskop ließen sich jedoch deutliche Diskontinuitäten der Kollagenfasern nachweisen.
Schlussfolgerungen
DSAEK stellt insbesondere für ältere Patienten ein aufgrund des wenig belastenden Eingriffes mit schneller Visusrehabilitation attraktives Verfahren bei Fuchsscher Endotheldystrophie und bullöser Keratopathie dar. Die im Vergleich zur pKP reduzierte Visusprognose und erhöhte Lichtempfindlichkeit können durch die im Wundbereich diskontinuierlich angeordneten Kollagenfasern bedingt sein. Diese könnten Brechungsfehler höherer Ordnung wie Beugung, Aberration und Streuung verursachen.

 
Zurück    
Seitenanfang