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Abstract
P 026
Kollagenvernetzung mit Riboflavin und UVA-Licht bei Endothel-Epitheldekompensation
Anne Hoyer, Frederik Raiskup-Wolf, Eberhard Spörl, Lutz E. Pillunat
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden
Hintergrund
Mit der photooxidativen Kollagenvernetzung können zusätzliche kovalente Verbindungen zwischen den Kollagenmolekülen geschaffen werden, wodurch des Kollagengerüst stabilisiert und somit eine mechanische Barriere geschaffen werden kann, welche einen Kammerwassereinstrom verhindert. Ziel unserer Pilotstudie war den Effekt einer Kollagenvernetzung bei Patienten mit symptomatischer Endothel-Epitheldekompensation zu prüfen.
Methode
10 Patienten wurde in diese von der Ethikkommission genehmigte Studie eingeschlossen. Die maximale Nachbeobachtungszeit betrug 12 Monate. Bei allen Patienten wurde neben Spaltlampenbiomikroskopie Refraktion, bestkorrigierte Visus, Hornhauttopographie, Hornhautdicke und Endothelzellmessung erhoben. Die Kollagenvernetzung wurde entsprechend den für die Behandlung des Keratokonus ermittelten Standards durchgeführt: nach topischer Anästhesie und Epithelabrasio wurde 0,1%iges Riboflavin während 20 Minuten auf die Hornhaut aufgetropft. Danach wurde die zentrale Hornhaut mit UVA-Licht der Wellenlänge 370 nm mit einer Bestrahlungsintensität von 3 mW/cm2 für 30 Minuten bestrahlt. Während der Bestrahlung wurde alle 4-5 Minuten weiter Riboflavin auf die Hornhaut getropft um die notwendige Riboflavinkonzentration aurechtzuhalten und eine Austrocknung der Hornhaut zu verhindern..
Ergebnisse
Die prä-operativen Mittelwerte betrugen für die Hornhautdicke 792±203µm, für den bestkorrigierten Visus 0,18±0,13 Zeilen, für die Endothelzellzahl 1394±147/mm2. Bereits nach einer Woche berichteten die Patienten über eine Besserung ihrer Beschwerden. Nach einem Monat konnte ein deutlicher, aber nicht signifikanter Rückgang der Hornhautdicke um 40µm verzeichnet werden. Der Visus blieb stabil. Die Endothelzellzahlmessung zeigte eine Zunahme von 300/mm2. Nach 12 Monaten wurde ein signifikanter Rückgang der Hornhautdicke um durchschnittlich 150µm (Wilcoxon-Test, p<0.05) und eine Visusverbesserung um durchschnittlich 1 Zeile nachgewiesen. Die Endothelzellzahl war vergleichbar zum prä-operativen Wert..
Schlussfolgerungen
Unsere Ergebnisse lassen vermuten, dass die Kollagenvernetzung eine effektive, lohnende palliative Therapieoption für Patienten mit einer symptomatischen Endothel-Epitheldekompensation zu sein scheint. |
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