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Abstract

P 032

Periphere sterile Infiltrate und bakterielle Keratits nach Crosslinking Behandlung bei Keratokonus;

David Arthur Märker, Horst Helbig, Wolfgang Herrmann

Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Regensburg, Regensburg

Ziel:
Präsentation von zwei möglichen Komplikationen (periphere sterile Hornhautinfiltrate, bakterielle Keratitis) nach Crosslinking Behandlung bei Keratokonus.
Methoden:
Kasuistiken von zwei Patienten, welche nach externer Crosslinkingbehandlung in der Augenklinik der Universität Regensburg behandelt wurden.
Fall 1: Ein 19 jähriger Patient stellte sich sechs Tage nach Crosslinking bei Keratokonus mit starkem Fremdkörpergefühl und rotem Auge vor. Die Hornhaut zeigte vier periphere intrastromale Infiltrate sowie ein leicht positives Tyndall Phänomen. Zur Diagnosesicherung erfolgte ein Hornhaut-Scraping. Die durchgeführte PCR war negativ für Bakterien und Pilze Unter intensiver lokaler Steroidtherapie kam es zu einer Abgrenzung der Läsionen sowie nach zwei Wochen zur Ausbildung von hauchigen Hornhautnarben.
Fall 2: Eine 44 jährige Patientin wurde am 6. postoperativen Tag nach Crosslinking bei Keratokonus mit starken Schmerzen und Rötung des behandelten Auges vorgestellt. Klinisch zeigte sich ein zentrales Hornhautinfiltrat mit Ulzeration und ein Hypopyon. Die Patientin war vor Erstvorstellung mit einem Neomycin/Polymyxin B/Dexamethason Kombipräparat vorbehandelt worden. Es erfolgte eine Therapieumstellung auf fortifizierte Augentropfen (Ceftazidim, Tobramycin) sowie Ofloxacin Augentropfen. Ein Keimnachweis mittels PCR und Kultur gelang nicht. Im weiteren Verlauf bildete sich eine dichte zentrale Hornhautnarbe aus, so dass bei einem best korrigierten Visus <0.1 die Durchführung einer Keratoplastik geplant ist.
Diskussion:
Die Crosslinking Behandlung ist ein aufkommendes Verfahren zur Stabilisierung der Hornhaut bei ektatischen Erkrankungen. Mögliche Komplikationen im frühen postoperativen Verlauf sind sowohl sterile periphere Infiltrate sowie visusbedrohende bakterielle Keratitiden. Zur frühzeitigen Diagnostik und Therapie sind engmaschige postoperative Kontrollen in der frühen postoperativen Phase unerlässlich.

 
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