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Abstract

P 040

Erste Untersuchungsergebnisse der Rezidivhäufigkeit und des rezidivfreien Überlebens in Abhängigkeit des histologischen Befundes

Mounira J. Dridi1, Sarah Pfrommer1, Verena Engelmann1, Johanna Piening1, Chris Patrick Lohmann1, Ralph-Laurent Merté2
1Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München, 2Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Münster, Münster

Hintergrund
Das Basalzellkarzinom gilt als die häufigste maligne Hautneoplasie des Menschen.  Sie treten periokular mit einer Häufigkeit von 65% am Unterlid und von 15% am Oberlid auf. Im Bereich des medialen Lidwinkels kommt das Basalzellkarzinom in 15% und im temporalen Lidwinkel in 5% der Fälle vor. Bezüglich ihres Wachstumsverhaltens lassen sich die Basalzellkarzinome in verschiedene Typen einteilen: nodulär (solide),  sklerodermiform (Morphea-Typ), ulzerierendes Basaliom, sowie Mischformen. In dieser klinischen Studie wurde in Abhängigkeit vom histologischen Befund die Anzahl der Nachresektionen und das Rezidivverhalten evaluiert.
Methode
Retrospektiv wurde in einer Kohortenstudie von 45 Patienten mit einem histologisch gesicherten Basalzellkarzinom das postoperative Langzeitergebnis untersucht. Die Diagnosestellung und operative Therapie fand in dem Zeitraum von 2005 bis 2008 statt. Im Rahmen einer Nachuntersuchung wurden der operative Verlauf und der aktuelle lokale Befund erhoben.
Ergebnisse
Von den 45 operierten Lidtumoren waren 86,76% der Basaliome solide (nodulär) und damit in unserem Patientengut die weit am häufigsten nachweisbare Wachstumsform. Weiterhin fand sich in 4,33% der Fälle der sklerodermiforme Typ und in 8,9% die gemischte (nodulozystische) Form. In 50% der Fälle der nodulären Form wurde nachreseziert, in 7 Fällen zweimal oder mehrfach. Im Mittelwert waren 0,89 Nachresektionen notwendig. Bei den 2 Fällen des sklerodermiformen Typs, war einmal keine Nachresektion notwendig, bei dem anderen Patienten waren drei Nachresektionen notwendig. Bezüglich der Mischformen musste in drei von vier Fällen eine oder mehr Nachresektionen durchgeführt werden. Rezidive traten in der Gruppe der soliden Tumoren gesichert in drei Fällen und fraglich in einem Fall auf. In den anderen Gruppen waren keine Rezidive aufgetreten.
Schlussfolgerungen
Die histologische Diagnose des Basalioms ist für das Ausmaß der Resektion von großer Bedeutung, da der jeweilige Basaliomtyp ein unterschiedliches Wachstumsverhalten aufweist. Das solide Basaliom war wie erwartet auch in unserem Kollektiv die häufigste Wachstumsform. Um eine signifikante Aussage bezüglich der Anzahl der Nachresektionen und des Rezidivverhaltens der unterschiedlichen Basaliomtypen treffen zu können, ist die Fortführung der Studie und somit eine Vergrößerung des Patientenkollektives notwendig.

 
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