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Abstract

P 044

Topische Therapie mit Mitomycin C in der Nachbehandlung von malignen Neubildungen der Bindehaut

Wolfgang Herrmann, Horst Helbig

Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Klinikum der Universität Regensburg, Regensburg

Hintergrund
Evaluierung von lokaler Resektion mit Amnionmembrantransplantation und topischer Nachbehandlung mit Mitomycin C (MMC) Augentropfen zur Therapie von Plattenepithelkarzinomen und malignen Melanomen der Bindehaut.
Methode
In einer retrospektiven Studie wurden 9 Augen von 9 Patienten mit histologisch gesichertem Plattenepithelkarzinom (n=7) und malignem Melanom (n=2) der Bindehaut untersucht. Bei allen Patienten wurde nach Resektion des Primärtumors der Bindehautdefekt mit einem Amnionmembrangraft geschlossen. Im Anschluss wurden 2 bis 6 Zyklen einer lokalen Chemotherapie mit MMC Augentropfen 0.02% 4/Tag für jeweils 1 Woche durchgeführt. Der Nachbeobachtungszeitraum reichte von 3–44 Monaten (Median 14 Monate)
Ergebnisse
Eine erfolgreiche Rekonstruktion der Augenoberfläche mittels Amnionmembrangraft mit einer physiologischen Fornixtiefe gelang in 8/9 Fällen. In einem Fall zeigte sich eine Verkürzung des unteren Fornix. Die lokale Chemotherapie wurde in 7/9 Fällen gut toleriert, in einem Fall zeigte sich nach dem 4. Zyklus eine partielle Limbusstammzellinsuffizienz, in einem Fall musste die Chemotherapie nach 2 Zyklen wegen einer lokalen Unverträglichkeitsreaktion abgebrochen werden. Ein Rezidiv des Primärtumors wurde in 0/7 Fällen bei Patienten mit Plattenepithelkarzinomen sowie in 1/2 Fällen bei Patienten mit malignem Melanom während des Nachbeobachtungszeitraums beobachtet.
Schlussfolgerungen
Eine erfolgreiche Rekonstruktion der Bindehaut mittels Amnionmembrangraft ist möglich. Die adjuvante Chemotherapie mit MMC Augentropfen stellt bei Plattenepithelkarzinomen der Bindehaut eine gute Therapieoption dar.

 
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