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Abstract

P 046

Langzeitkomplikationen nach 106Ru-Brachytherapie beim Aderhautmelanom

Nona Lakotka1, Lena Alekian2, Gregor Willerding1, Lothar Krause3, Joachim Wachtlin4, Nikolaos E. Bechrakis5, Michael H. Foerster1
1Augenklinik, Campus Benjamin Franklin, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin, 2Praxis für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie und Oralchirurgie, Berlin, 3Augenklinik, Klinikum Dessau, Dessau, 4Augenklinik, Sankt Gertrauden-Krankenhaus, Berlin, 5Augenklinik, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich

Hintergrund
Die 106Ru-Brachytherapie ist eine etablierte Behandlungstherapie beim Aderhautmelanom. Ziel dieser Studie ist die Langzeitergebnisse bezüglich Rezidivrate, Augenerhalt und Komplikationsrate bei malignem Aderhaut- und Ziliarkörpermelanom nach 106Ru-Brachytherapie zu untersuchen.
Methode
Es wurden in einer retrospektiven Studie 948 Patienten (mittleres Alter: 61,3 J.) mit Aderhautmelanom, bzw. Ziliarkörpermelanom untersucht, die im Zeitraum von Oktober 1992 bis Dezember 2005 behandelt worden sind.
Ergebnisse
Die mittlere Tumorprominenz vor Therapie war 5,1 mm ± 2,1 mm (min: 1,0 mm; max: 12,3 mm). 17,7% der Augen hatten eine Ziliarkörperinfiltration, 3,9% zusätzlich auch eine Irisinfiltration. 3,5% Augen zeigten extraokulares Tumorwachstum. Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 4,1 Jahre (0,1-14,1 J.). 5 Jahre nach der Behandlung entwickelten 55% der Patienten eine Strahlenretinopathie, 44% eine Neuropathie, 13% eine Rubeosis und 13% ein Sekundärglaukom. Die 5 bzw. 10 Jahres-Tumorkontrolle betrug 91% bzw. 90%. Der Augenerhalt betrug entsprechend 95% und 93,7%. Der Grund für eine Enukleation war in 67% ein Rezidiv und in 33% - Komplikationen nach der Bestrahlung.
Schlussfolgerungen
Die 106Ru-Brachytherapie erweist sich bezüglich lokaler Tumorkontrolle und Augenerhalt in der Behandlung des Aderhautmelanoms mit den heutigen Einschlusskriterien als ein effektives Verfahren mit akzeptabler Komplikationsrate.

 
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