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Abstract

P 047

Laserbehandlung einer Varix der Iris mit rezidivierenden Blutungen

Berit Meinhardt, Karsten Kasper, Thomas Klink

Universitäts-Augenklinik Würzburg

Hintergrund
Die Irisvarix ist ein seltenes Krankheitsbild. Das klinische Erscheinungsbild wird durch einen Irisstromatumor mit bräunlich bis blutig schwarz tingierter Färbung geprägt. Häufig kommt es im Verlauf zu Blutungen aus dem Varixknoten mit Ausbildung von Hyphämata, welche zu einem Sekundärglaukom führen können.
Ergebnisse
Fallbericht: Wir berichten über einen 68jährigen Patienten mit seit August 2007 diagnostizierter Varix der Iris am rechten Auge. Im Ultraschall-Biomikroskop stellte sich eine zystische Struktur der Iris mit einer Ausdehnung von 3,0 x 2,9mm und Prominenz von 1,7mm im oberen temporalen Quadranten dar. Klinisch imponierte der Befund mit zystisch aufgelockertem Irisstroma und durchscheinendem Pigmentblatt. Im April 2008 kam es erstmals zu einer Einblutung der Varix mit Spiegelbildung, welche im Verlauf mehrfach rezidivierte und schließlich mit Hyphäma und intraokularer Druckerhöhung einherging. Daraufhin wurde mittels Argon-Laser eine Umstellung des Varixknotens durchgeführt (Energie: 260 – 340mW, Expositionsdauer: 0,2 Sek., Spotgröße: 200µm). Nach einem vierwöchigen Intervall kam es erneut zu einer Einblutung in den Varixknoten mit Hyphämabildung.  Anschließend erfolgte eine erneute Laserbehandlung zirkulär und auf der Läsion mit Hilfe des Diodenlasers (Energie: 400mW, Expositionsdauer: 0,2 Sek., Spotgröße: 300µm). Zuletzt stellte sich der Befund als komplett thrombosierter Varixknoten ohne Rezidivblutung dar.
Schlussfolgerungen
Diskussion: In der Literatur sind nur wenige Fallberichte einer Varix der Iris aufgeführt. Am häufigsten wurde die Behandlung mit einer Sektoriridektomie beschrieben. Laserchirurgische Eingriffe an einer Irisvarix sind bisher nicht publiziert worden. In dem beschriebenen Fall wurde bewusst die Therapie mit Hilfe eines thermischen Lasers gewählt, um das Komplikationsrisiko, wie z.B. Diplopie und Kataraktbildung nach Sektoriridektomie, zu minimieren. 

 
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