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Abstract
P 053
CyberKnife als neue Behandlungsmethode zur Therapie großer Aderhautmelanome
Ulrich Schaller1, Martin M. Nentwich1, Annemarie Klingenstein1, Bernd Wowra2, Alexander Muacevic2, Anselm Kampik1
1Augenklinik, Ludwig-Maximilians-Universität, München, 2Europäisches Cyberknife Zentrum, München
Hintergrund
Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit einer neuartigen, rahmenlosen, bildgeführten, robotergestützten Bestrahlungsmethode zur Therapie großer Aderhautmelanome, die einzeitig und in Retrobulbäranästhesie durchgeführt werden kann.
Methode
29 Patienten (23 m/6 w) mit großen (Prominenz >6mm) unilateralen Aderhautmelanomen wurden mit dem CyberKnife bestrahlt. In die Auswertung wurden Patienten mit einem Follow-up von mindestens 6 Monaten einbezogen (n=15). Der Altersmedian betrug 67 Jahre. Die Behandlung bestand aus Retrobulbäranästhesie, CT und NMR zur Therapieplanung und anschließender Bestrahlung des Tumors mit 17 – 22 Gy zur 70% Isodosis-Linie. Die Patienten wurden in regelmäßigen Abständen klinisch, sonographisch und mit CT-Scans nachkontrolliert (3, 6, 12 und 18 Monate nach der Behandlung).
Ergebnisse
Alle 15 Patienten konnten ohne stereotaktischen Rahmen in Lokalanästhesie behandelt werden. Im standardisierten Ultraschall konnte ein Rückgang der Tumorprominenz von Median 8,0 mm auf 7,0 mm gemessen werden. Die mittlere Reflektivität der Tumoren stieg im Median von 50% auf 60% im Beobachtungszeitraum an. Bei einem Patient trat ein Sekundärglaukom auf. Bei einem weiteren Patienten trat während der Nachbeobachtung (2 Jahre) eine Tumorprogression auf, welche die Enukleation des Auges zur Folge hatte.
Schlussfolgerungen
Die radiochirurgische Therapie mit dem CyberKnife stellt eine effektive und für den Patienten komfortable Behandlungsmethode großer Aderhautmelanome dar, die aufgrund der Größe nicht mit einer Brachytherapie (Ru-106) behandelt werden können. Längere Nachbeobachtungszeiten und größere Patientenzahlen sind notwendig um diese innovative Methode abschließend beurteilen zu können. |
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