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Abstract
P 054
Zirkulierende Melanomzellen im peripheren Blut von Patienten mit malignem Aderhautmelanom vor und nach Tumorbehandlung und Assoziation mit Prognosefaktoren: eine Pilot-Studie
Daniela Süsskind1, Anja Ulmer2, Bernhard Spitzer3, Martin S. Spitzer1, Karl U. Bartz-Schmidt1, Salvatore Grisanti4
1Department für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen; 2Universitäts-Hautklinik, Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen; 3Bernstein Center, Computational Neuroscience, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin; 4Augenklinik, Campus Lübeck, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck
Hintergrund
Ziel der Studie war es, zu untersuchen, ob verschiedene Tumorbehandlungen des malignen Aderhautmelanoms zu einer Ausschwemmung von Melanomzellen ins Blut führen.
Methode
Es wurden jeweils 94 Blutproben von 81 Patienten mit uvealem Melanom vor und nach Therapie auf zirkulierende Melanomzellen (ZMZ) hin untersucht (7 Enukleationen, 49 stereotaktische Bestrahlungen, 19 Tumorresektionen, 15 Ruthenium-Brachytherapien and 4 transpupilläre Thermotherapien). Hierzu wurden die Tumorzellen mittels immunmagnetischer Zellanreicherung gewonnen und immunzytologisch detektiert. Desweiteren wurde analysiert, ob ein Zusammenhang zwischen der Anzahl nachweisbarer ZMZ und bestimmten Patientencharakteristika (Alter, Geschlecht, Auge), Tumoreigenschaften (Lokalisation, Ziliarkörperbeteiligung, Tumordicke, größter Basisdurchmesser, Zelltyp, extraokulares Tumorwachstum, 6. Edition der TNM-Klassifikation und modifizierte Augsburger Klassifikation Nr.1) und der Entwicklung von Metastasen besteht.
Ergebnisse
Es ergab sich kein signifikanter Unterschied zwischen der Anzahl der gefundenen ZMZ vor und nach verschiedenen Behandlungen (p=0.78). Es wurde auch kein statistischer Zusammenhang zwischen der Anzahl an nachweisbaren ZMZ und etablierten Prognosefaktoren beim uvealen Melanom gesehen (alle p>0.05). Die Anzahl an gefundenen ZMZ war auch nicht mit der Entwicklung von Metastasen in dem kurzen medianen Nachbeobachtungszeitraum von 16 Monaten assoziiert (p>0.05).
Schlussfolgerungen
Es ergaben sich keine signifikanten Veränderungen in der Anzahl der nachweisbaren ZMZ vor und nach bestimmten Behandlungen des Aderhautmelanoms. In der Mehrzahl der Fälle führt also die Behandlung nicht zu einer Aussaat von erkennbaren Tumorzellen in den Blutkreislauf. |
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