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Abstract

P 055

Porokarzinom des medialen Lidwinkels

Anja Viestenz1, K. Hermann2, Arne Viestenz1, Wolfgang. Behrens-Baumann1
1Augenklinik mit Poliklinik, Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg; 2Institut für Pathologie, Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg

Hintergrund:
Das Porokarzinom ist ein seltener maligner Hauttumor und zählt auf ophthalmologischem Gebiet zu den Raritäten. Unter den malignen Schweißdrüsentumoren zählt das Porokarzinom jedoch zu den häufigsten.
Patient und Methode:
Bei einem 64-jährigen Mann in gutem Allgemeinzustand wurde ein seit 3 Monaten aufgefallener nodulärer Tumor des medialen Lidwinkels mit zentraler Ulzeration bei Verdacht auf ein Basaliom mittels einer Operation nach Mohs exzidiert.
Ergebnisse:
Die histologische Untersuchung ergab ein 9 mm großes Porokarzinom mit nach Nachresektion freien Schnitträndern. Eine regionale oder tumorferne Metastasierung bestand nicht.
Schlussfolgerungen:
Das Porokarzinom stellt einen malignen Tumor der Schweißdrüsen der Haut dar. Am häufigsten sind die unteren Extremitäten betroffen. Ein Befall der Augenlider ist extrem selten. Neben lokalen Rezidiven sind sowohl Metastasierungen der regionalen Lymphknoten als auch tumorferne Filiae beschrieben worden. Die Mortalitätsrate beträgt bis zu 65% bei der Beteiligung regionaler Lymphknoten.
Im Rahmen des Tumorstagings wird die Sonographie der Halslymphknoten, des Abdomens, die Thoraxuntersuchung mittels Röntgen sowie die ¼-jährliche augenärztliche und dermatologische Nachsorge empfohlen.


 
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