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Abstract
P 078
Cholesterinesterhaltige Substrukturen in peripheren Drusen von Wholemountpräparationen humaner Bruchmembran (BrM)
Katja Seckerdieck1, Christine A. Curcio2, Salvatore Grisanti1, Martin Rudolf1
1Klinik für Augenheilkunde, Campus Lübeck, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck, 2Department of Ophthalmology, Callahan Eye Foundation Hospital, University of Alabama at Birmingham
Hintergrund
Cholesterinester sind Bestandteil von Drusen. In unserer Studie sollte die Verteilung von Cholesterinestern in peripheren Drusen beurteilt werden, die in wholemounts (WM) von humaner BrM-Choroidea gut detektierbar sind.
Methode
Von 3 paraformaldehydfixierten Spenderaugen (76-86 Jahre) wurden wholemounts des BrM-Choroidea-Komplexes präpariert. Das RPE wurde dabei vorsichtig unter Erhalt der meisten peripheren Drusen entfernt. Die WM wurden nach einem modifizierten Protokoll mit Filipin gefärbt, welches spezifisch Cholesterinester darstellt. Im Anschluss wurden die Drusen fluoreszenzmikroskopisch untersucht und hinsichtlich histologisch etablierter Substrukturen analysiert.
Ergebnisse
356 Drusen wurden ausgewertet: Der Median der Drusengröße betrug 24,85 µm (8,24-93,77 µm), 147 Drusen (41,3%) zeigten eine intensive und durchgehend gleichmäßige Färbung („full body staining“); 67 Drusen (18,8%) zeigten eine hypofluoreszente basale Zone („cores“, Durchmesser 3,24-18,97 µm), 10 große Drusen (2,8%) hatten sogar mehr als einen core (wahrscheinlich nach fortgeschrittener Konfluenz); 37 Drusen (10,4%) hatten eine hyperfluoreszente Hülle („shells“); 186 Drusen (52,2%) zeigten kommaartige hyperfluoreszente Areale („lakes“), die in 108 Drusen (30,3%) zahlreich nachweisbar waren und nur vereinzelt in 78 Drusen (21,9%). Wir fanden Gruppen von bis zu 7 konfluierenden Drusen, wobei alle Drusen einer Gruppe nahezu identische Färbecharakteristika aufwiesen.
Schlussfolgerungen
Durch die WM-Perspektive konnten wir neue Erkenntnisse über Cholesterinesterablagerungen in Drusen gewinnen. Der Vorteil dieser Präparationsmethode liegt in einem grossen Stichprobenumfang und dass die Druse als Ganzes sowie in ihrer Beziehung zu benachbarten Drusen beurteilt werden kann. Unsere Daten über die Substrukturen von Drusen unterscheiden sich von den bisher veröffentlichen Daten, indem wir insbesondere häufiger cholesterinesterreiche lakes und weniger shells fanden. Durch die o.g. Vorteile ist die Konfluenz von Drusen in unseren Präparaten zuverlässiger beurteilbar als in konverntionellen histologischen Anschnitten. Alle Drusen einer Gruppe zeigten identische Färbemuster, was darauf hinweisen könnte, dass lokale Mechanismen bestimmte Prozesse in der Drusengenese auslösen. |
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