107. DOG-Kongress Home

DOG-Kongressinformation

DOG-Kongress Bildergalerie

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise und Forschungsförderungen

Höhepunkte

Wissenschaftliches Programm
Feierliche Eröffnung
Schwerpunkte
Wissenschaftliches Programm
- Do, 24.09.09
- Fr, 25.09.09
- Sa, 26.09.09
- So, 27.09.09
- Posterausstellung
Symposien
Kurse
Firmenveranstaltungen
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

Presseservice

Programm downloaden / drucken [PDF, 11 MB]

Vorprogramm downloaden / drucken [PDF, 3 MB]

DOG-Homepage
 

Abstract

P 081

Die innere Grenzmembran als Flachpräparat: Evaluierung zellulärer Proliferationen bei idiopathischen Makulaforamina

Ricarda Schumann1, Renate Scheler1, Markus Schaumberger2, Christos Haritoglou2, Anselm Kampik2, Arnd Gandorfer1
1Abteilung für Vitreoretinale Pathologie, Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, München, 2Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, München

Hintergrund
Da die konventionelle Lichtmikroskopie nur begrenzte Aussagen über Zelldichte und Zellverteilung erlaubt, wurde ein neues Verfahren angewandt, um die innere Grenzmembran (ILM) als Flachpräparat für die Interferenzmikroskopie und Immunzytochemie aufzubereiten. Damit ist die Beurteilung der gesamten Membran gegeben.
Methode
Vierzig Präparate der ILM wurden chirurgisch von 40 Augen mit idiopathischen Makulaforamina (IMF) durch Standardvitrektomie gewonnen (7 Augen mit IMF °II, 26 Augen mit IMF °III, 7 Augen mit IMF °IV). Die Präparate wurden in 2% Paraformaldehyd und 0,1% Glutaraldehyd fixiert. Die Membranen wurden auf Glasobjektträger aufgezogen und für die Interferenzmikroskopie flach ausgebreitet. Die Kernfärbung wurde mit 4’-6-Diamino-2-phenylindol (DAPI) durchgeführt. Die Zellquantifizierung erfolgte mit der Software ImageJ.
Ergebnisse
Zelluläre Proliferationen wurden in allen Präparaten der ILM gefunden. Die mittlere Zellzahl betrug 1663 Zellen (18 bis 6914 Zellen). Die mittlere Fläche der entfernten ILM war 12,0 mm² (3,2 mm² bis 22,6 mm²). Die Zellverteilung variierte zwischen homogen und inhomogen mit Zellhaufen. Die Zelldichte betrug in Präparaten mit homogener Zellverteilung 95 Zellen / mm² und in Präparaten mit Zellhaufen 365 Zellen / mm². Die Präparate mit inhomogener Zellverteilung (n = 21) zeigten insgesamt signifikant mehr Zellen als die Präparate mit homogen verteilten Zellen (n = 19). Vergleiche der Stadien nach Gass ergaben keine signifikanten Unterschiede in Zellzahl, Membranfläche oder Zellverteilung. Es zeigte sich jedoch eine Tendenz der Zellzahl mit dem Stadium des Makulaforamens anzusteigen. Die Ausbildung von Zellhaufen erhöhte sich mit zunehmender Dauer der Erkrankung, korrelierte jedoch nicht mit dem Auftreten von Metamorphopsien.
Schlussfolgerungen
Dies ist die erste Studie, die zelluläre Proliferationen an der ILM in 100% aller untersuchten Augen mit idiopathischen Makulaforamina zeigt. Präparate mit inhomogener Zellverteilung und Zellhaufen weisen eine höhere Zellzahl auf als Präparate mit homogen verteilten Zellen. Im Auftreten von Zellhaufen und in der Zellzahl zeigt sich eine steigende Tendenz mit zunehmender Krankheitsdauer und dem Stadium des Makulaforamens. Weitere Untersuchungen sollen Zelltyp und Zellmigration in der Pathogenese idiopathischer Makulaforamina klären.

 
Zurück    
Seitenanfang