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Abstract
P 083
Komplexbildung zweiwertiger Kationen mit Tricin und Einfluss auf die retinale Signalübertragung in Kontrollmäusen und in Mäusen nach Geninaktivierung Ni2+- empfindlicher spannungsgesteuerter Ca2+-Kanäle, Cav2.3 und Cav3.2.
Maged Alnawaiseh1, Walid Albanna1, Chien-Chang Chen2, Kevin Campbell2, Matthias Lüke3, Toni Schneider1
1Institut für Neurophysiologie, Klinikum der Universität zu Köln, Köln, 2Physiology and Biophysics, The University of Iowa College of Medicine, Iowa City, USA, 3Klinik für Augenheilkunde, Campus Lübeck, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck
Hintergrund
Spannungsgesteuerte Ca2+-Kanäle, die hochaffin durch zweiwertige Schwermetal-Kationen (Ni2+,Zn2+) gehemmt werden, sind in der Rinderretina in eine retinale reziproke Signalübertragung involviert. Es existieren 2 spannungsgesteuerte Ca2+-Kanäle, die durch Ni2+ hochaffin gehemmt werden. Für beide gibt es Mauslinien, in denen der jeweilige Ca2+-Kanal inaktiviert wurde. Aus diesen wurde die Retina isoliert und die ERG-Antworten unter Skotopischen Bedingungen registriert.
Methode
Isolierte Netzhaut von Maus wurde mit einer sauerstoffgesättigten Nährlösung in einer thermostatisierten Messkammer umströmt. Die elektrischen Feldpotentiale wurden mittels Ag/AgCl-Elektroden abgeleitet, um nach jedem Lichtblitz vollständige ERGs aufzuzeichnen. Die Änderungen der b-Wellenamplitude vor, während und nach Exposition wurden berechnet und aufgetragen.
Ergebnisse
Während der Äquilibrierungsphase der isolierten Rinderretina in einer Phosphatpuffer-haltigen Nährlösung, wurde gelegentlich eine über die gewöhnliche Äquiliblierungszeit (90-120 min) hinausgehende Steigerung der b-Wellenamplitude beobachtet. Da in retinalen Synapsen zweiwertige Kationen (u.a. Zn2+) während der retinalen Signalübertragung kosezerniert werden, wurde 2,5 mM Tricin der Nährlösung zugesetzt, um zuverlässigere Ausgangbedingungen zur Testung von Substanzen zu erreichen, welche die reziproke Signalübertragung beeinflussen könnten.
Für die isolierte und umspühlte Retina der Maus wurden die Bedingungen für die Aufzeichnung stabieler b-Wellenantworten weiter optimiert und die Aufzeichnungen von Kontroll-Retinae verglichen mit den ERG-Aufzeichnungen von Cav2.3-und Cav3.2-defizierten sowie von Doppel-Knockout Tieren.
Es ergaben sich Unterschiede sowohl für die ERG –Formen vor Zugabe als auch nach Superfusion von 15 µM NiCl2.
Schlussfolgerungen
Spannungsgesteuerte Ca2+-Kanäle tragen möglicherweise nicht nur zu basalen transretinalen Erregungsübertragung bei, sondern sind auch in der Maus als Ni2+-empfindliche Ca2+-Kanäle in die reziproke Signalübertragung involviert. |
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