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Abstract

P 085

Intravitreale Anti-VEGF-Therapie in einem Mausmodell mit laserinduzierter CNV

Birthe Meyer-Rüsenberg, Anne Wiermann, Sebastian Bigdon, Udo Bartsch, Gisbert Richard, Michelle Berna-Thill, Oliver Zeitz
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg

Hintergrund
Für die Entwicklung erfolgreicher Therapiestrategien zur Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) sind gut funktionierende Tiermodelle entscheidend. Humane Anti-VEGF-Präparate wie Bevacizumab (Avastin®) und Ranibizumab (Lucentis®) sind inzwischen zur first line Therapie der (feuchten) AMD geworden. Auch in der Maus konnte eine Wirkung von Bevacizumab auf die (corneale) Neoangiogenese gezeigt werden (Bock F et al., IOVS 2007), obwohl die Interaktion zwischen Bevacizumab und dem Maus-VEGF sehr schwach zu sein scheint (Yu L et al., IOVS 2008). Ziel der Studie war es, die Wirkung von 3 unterschiedlichen VEGF-Blockern (2 mausspezifische und ein humanisierter Antikörper) auf die Fläche einer laserinduzierten choroidalen Neovaskularisation (CNV) zu untersuchen.
Methode
42 adulte C57BL/6J Mäuse wurden an einem Auge mit je 4  Argonlaserherden (140mW, 75μm, 0,2s) behandelt. Die Tiere wurden in 3 Therapiegruppen und eine Kontrollgruppe unterteilt. Unmittelbar nach der Laserbehandlung wurde 1 μl der Antikörper (AK) (Bevacizumab (25 μg/μl), VEGF Antibody XP-5293 (ProSci Inc.), Anti-Murine VEGF 500-P131 (Peprotech Inc.) (je 0,5 μg/μl)) oder balanced salt solution (BSS, Kontrollgruppe) in den Glaskörper injiziert. Nach 14 Tagen wurden die Tiere getötet und die Augen explantiert. Flatmounts der Choroidea wurden mit Lectin gefärbt und fluoreszenzmikroskopisch ausgewertet. Pro Auge wurde ein Mittelwert der Flächenmessungen der CNVs gebildet und die dimensionslosen Daten mit einem T-Test auf Signifikanz untersucht.
Ergebnisse
In den Kontrollen zeigte sich eine durchschnittliche Größe der CNV von 477.640, gegenüber Werten von 485.725 (Avastin), 572.500 (Prosci) und 379.561 (Peprotech) in den Therapiegruppen. Der T-Test zeigte in keiner der Gruppen einen signifikanten Größenunterschied an (p>0,05).
Schlussfolgerungen
Die Injektion von mausspezifischen und humanisierten Anti-VEGF-Präparaten führt nicht zu einer Größenreduktion von laserinduzierten CNVs im Mausmodell. Ursächlich könnten eine mangelhafte Penetration der Wirkstoffe durch die Netzhaut, eine ungenügende Bindungsfähigkeit der AK oder eine nicht ausreichende Inaktivierung von VEGF durch die AK sein. Möglich wäre auch eine Überschätzung der Funktion von VEGF bei der Entstehung laserinduzierter CNVs. Dies bleibt in weiteren Studien zu untersuchen.

 
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