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Abstract
P 090
Langzeitveränderungen retinaler Gefäße beim Diabetes-Modell der InsAkita Maus in der 2 Photonen-Mikroskopie
Frank Schlichtenbrede1, Franziska vom Hagen2, Florian Rensch1, Frederick Pfister2, Thomas Euler3, Jost B. Jonas1
1Universitäts-Augenklinik, Klinikum Mannheim, Universität Heidelberg, Mannheim, 2Innere Medizin V, Klinikum Mannheim, Universität Heidelberg, Mannheim, 3Biomedizinische Optik, Max Plank Institut für Medizinische Forschung, Heidelberg
Hintergrund
Diabetes verursacht neuronale Degeneration und Gefäßschäden in der menschlichen Retina. In dieser Studie stellen wir Langzeitveränderungen der retinalen Morphologie bei dem murinen Diabetes-Modell InsAkita mittels 2-Photonen-Mikroskopie dar.
Methode
Retinale Explantate von Wildtyp-Mäusen (C57bl/6) und InsAkita Mäusen (6 Monate nach Beginn des Diabetes) wurden mit Sulforhodamin101 (SR101) angefärbt und mittels 2 Photonen (2P)- Mikroskopie sequenziell morphologisch analysiert. Drei unabhängige Beobachter analysierten Veränderungen der Schichtdicke und der retinalen Gefäße sowie der Gewebsintegrität und Zellschädigung. Hierfür machten wir uns zu nutze, dass SR101 selektiv die Somata geschädigter Neuronen anfärbt.
Ergebnisse
Insgesamt zeigte sich die retinale Morphologie bei allen Tieren intakt. Die retinalen Schichtdicken waren bei den diabetischen Mäusen im Vergleich zu den Wildtyp-Mäusen signifikant reduziert, am ausgeprägtesten in den inneren Schichten. Vaskuläre Okklusionen und azelluläre Kapillaren wurden qualitativ in den intermediären und tiefen vaskulären Schichten der diabetischen Mäuse gefunden – nicht jedoch in den oberflächlichen Schichten. In den Wildtyp-Mäusen fanden sich keine dieser Abnormalitäten. Nach 6 Monaten Diabetes zeigte sich kein Anstieg von SR101-positiven Zellen, was darauf hindeutet, dass Neurone nicht substantiell geschädigt sind.
Schlussfolgerungen
Wir demonstrieren eine detaillierte Analyse der retinalen Architektur der diabetischen InsAkita Maus mit lang bestehendem Diabetes. Während reduzierte Schichtdicken vor allem in den inneren (vaskularisierten) Schichten auf eine zu Gefäßverschlüssen führende vaskuläre Degeneration hindeuten, konnte keine Zunahme geschädigter retinaler Zellen gefunden werden. In weiterführenden Studien sollte der Zeitverlauf der neuroglialen Degeneration und der Bezug zur Mikroangiopathie in diesem prototypischen Model gezeigt werden. |
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