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Abstract

P 098

Erfahrungen mit der Okklusionsleiste

Synke Meltendorf, Wolfgang Behrens-Baumann
Augenklinik, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Magdeburg

Hintergrund
Im Rahmen der Amblyopietherapie kommen häufig auch Bangerter-Okklusionsfolien zur Anwendung, insbesondere in der Erhaltungs- und Ausschleichokklusion.
Um einen therapeutischen Effekt zu erzielen, ist es erforderlich, den Visus des Führungsauges durch Vorsetzen der Folien unter den des amblyopen Auges zu senken. Allein die Visusreduktion reicht jedoch nicht, die Folien sollten so lange verstärkt werden, bis ein Führungswechsel auf das amblyope Auge zu erkennen ist, um eine effektive Therapie zu gewährleisten.  Die Visusangaben auf den Bangerter-Folien sind ein Anhalt dafür, welche Folie gewählt werden kann. In der Praxis ist oft nach Vorschalten der Folie am Führungsauge noch ein besserer Visus zu messen als es den Angaben auf den Folien entspricht. Außerdem wird häufig mit dieser Folie noch kein Führungswechsel erreicht.
Methode
Aus diesem Grunde verordnen wir die Folien nicht nach den angegebenen Visusstärken, sondern verwenden schon seit 1992 eine Folienokklusionsleiste (Eigenbau), um die Folienstärke zu finden, bei der wirklich der Führungswechsel eintritt.
Ergebnisse
Mit dieser Methode ist dann eine suffiziente Folienokklusion möglich.
Schlussfolgerungen
Die Leiste ist seit diesem Jahr kommerziell erhältlich (Fa. Trusethal). Ein finanzielles Interesse unsererseits daran besteht nicht. Desweiteren kann man eine derartige Okklusionsleiste auch zur Quantifizierung eines relativen afferenten Pupillendefektes (RAPD) benutzen. Außerdem kann sie auch hilfreich sein bei der Differenzierung einer fraglichen Amblyopie gegenüber organischen Schäden.

 
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