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Abstract
P 108
Wirkung von Rapamycin auf die Vernarbung nach Glaukomchirurgie im Kaninchenmodell
Manuel Hermann, Benedikt Schröter, Michael Diestelhorst
Zentrum für Augenheilkunde, Klinikum der Universität zu Köln, Köln
Hintergrund
Die postoperative Vernarbung nach filtrierender Glaukomchirurgie bedroht trotz der Verwendung von Mitomycin C und 5-Fluoruracil den Operationserfolg. Zudem ist bekannt, dass die derzeit verwendeten Wundheilungsmodulatoren gewebstoxische Wirkungen haben können. Rapamycin (Sirolimus) ist ein Wirkstoff, der im klinischen Gebrauch eine antifibrotische Wirkung auf vasculäre Endothelzellen und Fibrozyten zeigte. Ziel der Studie war die morphologische Untersuchung der Wirkung von Rapamycin auf die Vernarbung nach filtrierender Glaukomchirurgie im Kaninchenmodell.
Methode
Primäre humane Tenon-Fibroblasten wurden in Kultur verschiedenen Konzentrationen von Rapamycin (5-1000 ng/ml) exponiert. In einem standardisierten Scratch-Assay erfolgte der Vergleich mit unbehandelten Zellen. Kaninchen (ChBB:CH; n=12) erhielten eine unilaterale subkonjunktivale Injektion von Rapamycin (200µl, 1mg/ml) in die Filterzone nach filtrierender Glaukomchirurgie. Kontrollaugen erhielten eine subkonjunktivale Injektion von Pufferlösung ohne Wirkstoff in die Filterzone. Die antifibrotische Wirkung wurde durch Messungen des IOD-Verlaufs und durch histologische Untersuchung erfasst.
Ergebnisse
Im Scratch-Assay zeigten die kultivierten Tenon-Fibroblasten eine signifikant verzögerte Regeneration des Zellrasens bei Rapamycin Konzentrationen über 200ng/ml. Toxische Effekte wurden weder in der Zellkultur (Trypanblau Färbung) noch in der Histologie beobachtet. Der IOD war nur am dritten postoperativen Tag in Augen mit Rapamycin-Behandlung signifikant erniedrigt. Diese zeigten auch eine geringere Vernarbungsreaktion als die Kontrollen in der histologischen Untersuchung.
Schlussfolgerungen
Rapamycin hemmt primäre humanen Tenon-Fibroblasten in-vitro und Verändert die Vernarbung im Tiermodell. Ob Rapamycin einen hinreichenden Langzeiteffekt, z.B. durch wiederholte Injektionen, erzielen kann bleibt zu zeigen. Obwohl weitere Untersuchungen zur Sicherheit und Zuverlässigkeit notwendig sind, erscheint Rapamycin als potentieller Wundheilungsmodulator nach Glaukomchirurgie Erfolg versprechend. |
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