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Abstract

P 109

Objektive Quantifizierung der Filterkissenvaskularisation im frühen postoperativen Verlauf nach Trabekulektomie

Kathrin Laaser, Felix Bock, Kristina Gottschalk, Christopher Rössler, Ursula Schlötzer-Schrehardt, Friedrich E. Kruse, Anselm G. M. Jünemann
Universitäts-Augenklinik Erlangen

Hintergrund
Die Therapie mit 5-FU nach Trabekulektomie ist eine Möglichkeit, dem beginnenden Vernarbungsprozeß entgegenzuwirken. Derzeit ist sowohl der optimale Zeitpunkt als auch die Anzahl der Interventionen mittels subkonjunktivaler 5-FU Injektionen noch unklar. Ziel der vorliegenden Studie war die objektive Quantifizierung des Verlaufs der Filterkissenvaskularisation unter 5-FU direkt postoperativ.
Methode
In diese Studie wurden 10 Augen von Patienten mit primärem Offenwinkelglaukom (POWG) eingeschlossen. Nach der Trabekulektomie (MMC 0.3mg/ml, ein Operateur) erfolgten im Durchschnitt 4,4 subkonjunktivale Injektionen mit 5-FU innerhalb von 9.4±4.1 Tagen. Im Mittel erfolgte die erste 5-FU Injektion nach 4.4±1.5 Tagen postoperativ. Die Filterkissen wurden mittels analoger Farbphotographien nach einem standardisierten Protokoll (Spaltlampenphotographie im Abblick, 10fache Vergrößerung) unmittelbar postoperativ und nach Abschluß der 5-FU Behandlung dokumentiert. Die morphometrische Analyse der Vaskularisation erfolgte unter Verwendung einer Bildgebungssoftware mittels Grauwertanalyse (cell^F: Olympus Hamburg, Germany). Zur Detektierung der Gefäße wurde eine mehrstufige Filterabfolge verwendet. Die Vaskularisation wurde als prozentualer Anteil der Gesamtfläche angegeben.
Ergebnisse
Die vaskularisierte Fläche des Filterkissens betrug vor der ersten 5-FU-Injektion im Durchschnitt 24.5±7.0 % der Gesamtfläche und reduzierte sich im Verlauf auf  20.5±4.8 %. Diese Abnahme der Vaskularisation war nicht signifikant (p = 0.054).
Schlussfolgerungen
Der klinisch zu beobachtende Rückgang der Vaskularisation während der 5-FU-Behandlung kann semiautomatisch quantifiziert werden. Weitere Studien müssen zeigen, ob der hier gefundene statistische Trend bei größeren Patientenzahlen eine Signifikanz aufweist und Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Anzahl der 5-FU-Injektionen erlaubt.

 
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