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Abstract

P 111

Effektivität der Endozykophotokoagulation beim Management schwieriger Glaukome

Matthias Neuburger, Daniel Böhringer, Thomas Reinhard, Jens Jordan
Universitäts-Augenklinik Freiburg

Hintergrund
Zyklodestruktive Methoden stellen in der Regel die letzte interventionelle Maßnahme bei der Behandlung insbesondere schwieriger Glaukomformen dar, insbesondere die Cyclophotokoagulation (CPK). Im Gegensatz zu den transskleralen Verfahren bietet die endoskopische CPK die Möglichkeit, unter Sicht die Ciliarkörperzotten gezielt und dosiert zu koagulieren. In dieser Studie sollte retrospektiv der Erfolg dieser Methode bezüglich der Augeninnendrucksenkung in einem gemischten Patientengut untersucht werden.
Methode
Wir untersuchten die Daten der Patienten, bei denen in den Jahren 2006, 2007 und 2008 in unserer Klinik eine Endocyclophotokoagulation durchgeführt worden war. Es wurden die Daten von insgesamt 25 Patienten mit folgenden Diagnosen ausgewertet: 1 Engwinkelglaukom, 2 Heterochromiezyklitis, 1 juveniles Glaukom, 3 kongenitale Glaukome, 3 Offenwinkelglaukome, 1 Petersanomalie, 14 Sekundärglaukome nach z.B. Perforation oder Contusio. Der drucksenkende Erfolg der Methode getrennt nach Diagnosen sowie insgesamt wurde mit Hilfe einer Kaplan-Meier-Kurve ausgewertet.
Ergebnisse
Es zeigte sich bei der Mehrzahl der Patienten eine unbefriedigende Drucksenkung. Der mittlere präoperative Druck (IOD) betrug 32,7 mmHg (±8,0 mmHg). Am ersten postoperativen Tag lag der IOD im Mittel bei 19,5mmHg (±7,9 mmHg). Bei der nächsten Kontrolluntersuchung, die im Mittel nach 10,2 Tagen (±10,5 Tage) stattfand, lag der mittlere IOD bereits wieder bei 28,2mmHg (±10,7 mmHg). In der Kaplan-Meier-Kurve über alle Diagnosen zeigte sich, dass nach 50 Tagen nur 15% der Patienten einen IOD von unter 20mmHg bzw. eine Drucksenkung von mindestens 33% vom Ausgangsdruck erreichten (Erfolgskriterium). Lediglich in der Gruppe der Sekundärglaukome waren nach 50 Tagen noch 26% der Patienten im Zieldruckbereich.
Schlussfolgerungen
Die Endo-CPK stellte in unserer Untersuchung keine befriedigende Therapieoption in der Behandlung schwieriger Glaukomsituationen dar. Ob dies insgesamt an einer zu geringen Energie bei unseren behandelten Patienten lag, bedarf einer weiteren Auswertung. Andere zyklodestruktive Maßnahmen wie z.B. eine Cyclophotokoagulation unter diaphanoskopischer Kontrolle erscheinen aber ein mindestens ebenso erfolgversprechenderer Weg zur Druckregulation gerade auch bei Patienten mit fortgschrittenem Glaukombefund.

 
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