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Abstract
P 118
Achslänge und sphärisches Äquivalent beeinflussen die Papillometrie mittels Scanning-Laser-Ophthalmoskopie und Optischer Kohärenztomographie
Matthias Klamann1, Arne Viestenz2, Achim Langenbucher3, Wolfgang Behrens-Baumann4
1Universitäts-Augenklinik Düsseldorf, 2Augenklinik mit Poliklinik, Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg, 3Medizinische Physik, Institut für Medizinische Physik, 4Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen
Hintergrund
Untersuchung des Einflusses der Achslänge und des sphärischen Äquivalents auf die Papillometrie mittels Laser-Scanning-Ophthalmoskopie und Optischer Kohärenztomographie.
Die Papillometrie spielt in der Glaukomdiagnostik eine entscheidende Rolle. Können bereits kleine Exkavationen (z. B. CDR 0,2) bei kleinen Papillen ein Glaukomindikator sein, so können Makroexkavationen bei großen Papillen durchaus physiologisch sein. Die vorliegende Studie soll den Einfluss biometrischer Parameter auf die Papillometrie kritisch beleuchten und dem Kliniker künftig Entscheidungshilfen geben.
Methode
Prospektive Untersuchung von 106 konsekutiven Augen mit dem Stratus OCT 3 (Zeiss, Humphrey) und dem HRT II (Heidelberg Engineering). Nach einer kompletten augenärztlichen Untersuchung mit anschließender Fundusfotografie wurde die Achslänge (AL, Zeiss IOLMaster) gemessen und das sphärische Äquivalent aus der sphärozylindrischen Refraktion (SEQ) berechnet. Ein Einfluss dieser Parameter auf die Papillometrie mittels OCT 3 und HRT II sollte aufgezeigt werden.
Ergebnisse
Die mit dem OCT 3 und dem HRT II bestimmten durchschnittlichen Papillenflächen korrelieren gut miteinander (r=0,686; p<0,001), ebenfalls die mit beiden Geräten ermittelten durchschnittlichen Exkavationsflächen (r=0,604; p<0,001).
Die Differenz der Papillenfläche OCT 3 - HRT II korreliert hochsignifikant mit der AL (r=-0,415, p<0,001). Tendenziell misst dabei das OCT 3 eine größere Papillenfläche bei geringer Achslänge als das HRT II, wohingegen das HRT II eine größere Papillenfläche bei einer größeren Achslänge angibt. In einem mittleren Achslängenbereich von 23 mm bis 24 mm geben beide Geräte vergleichbare Papillenflächen an.
Die Differenz der Papillenfläche OCT 3 - HRT II korreliert hochsignifikant mit dem SEQ (r=0,409, p<0,001). Hierbei gibt das HRT II bei einem niedrigen SEQ größere Papillenflächen als das OCT 3 an. Bei einem größerem SEQ misst das OCT 3 höhere Papillenflächen als das HRT II. Im mittleren Refraktionsbereich (-1 D bis +1 D) messen beide Geräte eine vergleichbare Papillenfläche.
Schlussfolgerung
Die Achslänge und das sphärische Äquivalent haben einen signifikanten Einfluss auf die Sehnervenkopfvermessung mittels OCT 3 und HRT II. In Zukunft sollten biometrische Parameter verstärkt in die Beurteilung der Papillometrie einfließen.
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