DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft
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Abstract

P 120

Gegenüberstellung der standardisierten automatisierten Perimetrie (SAP, SITA 24-2 Standard Algorithmus) und der Matrix-Frequenzverdopplungsperimetrie (FDT) bei Patienten mit okulärer Hypertension und gesunden Kontrollprobanden

Julia Lamparter1, Andreas Schulze1, Shakhsanam Aliyeva1, Manfred Berres2, Norbert Pfeiffer1, Esther M. Hoffmann1
1Universitäts-Augenklinik Mainz; 2University of Applied Sciences Koblenz, RheinAhrCampus Remagen, Mainz

Hintergrund
Ziel dieser Studie war die Evaluation der Übereinstimmung zwischen der konventionellen Weiß-auf-Weiß-Perimetrie und der Frequenzverdopplungs-Perimetrie (Matrix-FDT) bei Patienten mit okulärer Hypertension und gesunden Kontrollprobanden.
Methode
In die prospektive Studie wurden 45 Augen von 45 Patienten mit okulärer Hypertension und 30 Augen von 30 gesunden Kontrollprobanden eingeschlossen. Alle Personen wurden einer ophthalmologischen Untersuchung, bestehend aus biomikroskopischer Spaltlampenuntersuchung, applanatorischer Tensiomessung, Pachymetrie sowie Fundusuntersuchung in Mydriasis unterzogen und wiesen zuverlässige Gesichtsfelder auf. Die in die Studie eingeschlossenen Augen wurden mittels Weiß-auf-Weiß-Perimetrie (SITA Standard 24-2-Test) und mittels Matrix-FDT (24-2 threshold Test) untersucht. Die Auswahl des Auges sowie die Reihenfolge der Untersuchungen erfolgten randomisiert. Verglichen wurden die Globalindizes (mittlere Abweichung MD und Musterabweichung PSD), jeder einzelne Gesichtsfeld-Testpunkt sowie spezifische Gesichtsfeldsektoren.
Ergebnisse
In beiden Gruppen zeigten Weiß-auf-Weiß-Perimetrie und Matrix-FDT eine signifikante Korrelation der mittleren Abweichung MD (r = 0.44 und 0.60, p-Wert < 0.005). Im Gegensatz zur Patientengruppe, in der die Musterabweichung (PSD) eine signifikante Korrelation aufwies (r = 0.47, p-Wert < 0.005), ergab sich in der Kontrollgruppe keine Signifikanz. Bezüglich den Gesichtsfeldsektoren korrelierten Weiß-auf-Weiß-Perimetrie und FDT in der Kontrollgruppe im supero-temporalen sowie im infero-temporalen Sektor signifikant (r = 0.46 und 0.37, p-Wert < 0.05), in der Patientengruppe im supero-temporalen, supero-nasalen und nasalen Sektor (r = 0.52, 0.61 und 0.35, p-Wert ≤ 0.02). Das Korrelationsmuster individueller Testpunkte war in beiden Gruppen heterogen.
Schlussfolgerungen
Sowohl in der Patienten- als auch in der Kontrollgruppe zeigen Weiß-auf-Weiß-Perimetrie und Matrix-FDT eine gute Korrelation. In der Patientengruppe weisen beide Techniken in den supero-temporalen, supero-nasalen und nasalen Sektoren eine signifikante Korrelation auf, während im temporalen, infero-temporalen und infero-nasalen Gesichtsfeldsektor keine signifikante Korrelation besteht. Zukünftige Untersuchungen sollten in Erfahrung bringen, ob die fehlende Korrelation mit einem frühen Verlust retinaler Ganglienzellen in diesen Bereichen der Papille in Verbindung gebracht werden kann, welcher durch eines der Instrumente erfasst wurde.

 
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