DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft
  English Site Suche:  
  107. DOG-Kongress Home

DOG-Kongressinformation

DOG-Kongress Bildergalerie

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise und Forschungsförderungen

Höhepunkte

Wissenschaftliches Programm
Feierliche Eröffnung
Schwerpunkte
Wissenschaftliches Programm
- Do, 24.09.09
- Fr, 25.09.09
- Sa, 26.09.09
- So, 27.09.09
- Posterausstellung
Symposien
Kurse
Firmenveranstaltungen
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

Presseservice

Programm downloaden / drucken [PDF, 11 MB]

Vorprogramm downloaden / drucken [PDF, 3 MB]

DOG-Homepage
 

Abstract

P 122

Bei NDG-Patienten korreliert das mittels Traktographie gemessene Volumen der Radiatio optica mit dem Vorhandensein einer arteriellen Hypertonie

Georg Michelson1, Simone Wärntges1, Tobias Engelhorn2, Arnd Dörfler2
1Universitäts-Augenklinik Erlangen; 2Neuroradiologie, Klinik für Radiologie, Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen

Hintergrund und Ziel:
Die arterielle Hypertonie kann eine zerebrale Mikroangiopathie auslösen, welche eine Optikusatrophie nach sich ziehen kann. Das Ausmaß der systemischen Hypertonie-Effekte auf das Volumen der Radiatio optica (RO) beim primären Offenwinkelglaukom (POWG) und seiner Untergruppe, dem Normaldruckglaukom (NDG), ist unklar. Wir untersuchten bei beiden Gruppen die Korrelation der arteriellen Hypertonie mit dem Ausmaß der Sehstrahlungsschädigung in Hinblick auf das Vorhandensein einer Hypertonieerkrankung.
Methode:
In dieser prospektiven Beobachtungsstudie wurden 21 POWG- und 11 NDG-Patienten (Alter 58±12 Jahre bzw. 59±13 Jahre, p=0,63) zufällig aus der Glaukomsprechstunde rekrutiert. Die Patienten wurden mit einer T2-gewichteten Magnetresonanztomographie (MRT) auf eine zerebrale Mikroangiopathie und mit der Traktographie der Sehbahn (DTI) auf eine vermindertes Sehstrahlungsvolumen untersucht. In der MRT zeigten sich keine Zeichen eines Schlaganfalls oder eines Gehirntumors. Die Sehstrahlung wurde in der DTI manuell abgegrenzt. Ihr Volumen wurde berechnet und mit demjenigen altersadjustierter Kontrollpersonen verglichen.
Ergebnisse:
Sowohl in der POWG- als auch der NDG-Gruppe war das Vorhandensein einer arteriellen Hypertonie mit dem Vorhandensein einer zerebralen Mikroangiopathie positiv korreliert (Kendall-tau-b für beide Gruppen p<0,001). Bei den NDG-Patienten korrelierte das Volumen der Sehstrahlung negativ mit dem Vorhandensein einer arteriellen Hypertonie (Kendall-tau-b -0,520, p=0,013 für beide RO). Das Sehstrahlungsvolumen korrelierte ebenfalls mit dem Stadium der Mikroangiopathie (Kendall-tau-b für die rechte RO: -0,501, p<0,001 und linke RO: -0.691, p=0.003). Bei den POWG-Patienten ohne NDG-Verdacht fehlten diese Korrelationen. Bemerkenswerterweise waren die Mittelwerte der Sehstrahlungsvolumina zwischen den POWG-Patienten  (rechte RO: 87±16% und linke RO: 86±17%) und den NTG-Patienten (rechte RO: 86±16% und linke RO: 86±17%) nicht unterschiedlich.
Schlussfolgerungen:
Die Präsenz einer arteriellen Hypertonie und das Stadium der Mikroangiopathie haben bei den NDG-Patienten eine größere Bedeutung für die Reduktion des Sehstrahlungsvolumens als bei den POWG-Patienten. In der letzten Gruppe könnten andere Mechanismen vorherrschen, die das gleiche Ausmaß der Sehstrahlungsschädigung hervorrufen.

 
Zurück    
Seitenanfang
     
s