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Abstract

P 128

Funktionelle Ergebnisse nach Kataraktoperation mit Implantation bifokaler Intraokularlinsen – eine prospektive Studie

Alexandra Anton, Florian Birnbaum, Martin Schmidt, Thomas Reinhard
Universitäts-Augenklinik Freiburg

Hintergrund und Ziel: Bei vermehrtem Wunsch nach Brillenunab-hängigkeit werden heute bei Kataraktoperationen zunehmend multifokale Intraokularlinsen implantiert. Verminderte Abbildungsqualität in der Ferne, ungenügende Lesefähigkeit sowie Blendungsphänomene sind die Hauptprobleme multifokaler Intraokularlinsen. Wir ermittelten in einer prospektiven Studie die funktionellen Ergebnisse nach Implantation der diffraktiv-refraktiven AT.LISA 366D im Vergleich zur monofokalen AT.Smart 46LC. Die AT.LISA 366D hat eine Lichtverteilung von 65% in die Ferne und 35% in die Nähe. Das diffraktive Design weist gerundete Übergänge zwischen den Stufen zur Blendungsreduktion auf und erstreckt sich über 6 mm, um eine Unabhängigkeit vom Pupillendurchmesser zu erreichen. 
Methoden: Jeweils 10 Patienten erhielten binokular entweder eine bifokale Intraokularlinse (AT.LISA 366D) oder eine monofokale Intraokularlinse (AT.Smart 46LC). Sechs Wochen postoperativ wurden folgende Untersuchungen durchgeführt: Fern- und Intermediär-Visus (Freiburger-Visus-Test), Nahvisus mit Fernkorrektur (Birkhäusertafeln), binokularer Visus nach der Operation des zweiten Auges, Kontrastempfindlichkeit (Freiburger-Visus-Test), Farbwahrnehmung (Farnsworth-Panel-D15-Test). Die Evaluierung photoptischer Phänomene sowie die Patientenzufriedenheit erfolgten durch standardisierte Fragebögen.
Ergebnisse: Insgesamt zeigte sich nach Implantation der AT.LISA 366D eine hohe Patientenzufriedenheit. Nur vereinzelt war postoperativ der Gebrauch einer Brille notwendig (n=2). Der unkorrigierte Fernvisus lag bei 0,63 bis 1,26, der bestkorrigierte Fernvisus bei 0,79 bis 1,26 und der korrigierte Nahvisus bei bis zu 1,0. In der Kontrollgruppe ergaben sich für den bestkorrigierten Fernvisus Werte bis 1,26 und für den korrigierten Nahvisus Werte bis 0,2 (alle Werte gemittelt über logMAR).
Schlussfolgerungen: Es zeigten sich in dieser prospektiven Studie sehr gute funktionelle Ergebnisse für den Fern- und Nahbereich nach Implantation einer bifokalen Intraokularlinse. Die postoperative Brillenunabhängigkeit führte zu einer hohen Patientenzufriedenheit.  

 
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