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Abstract

P 132

Häufigkeit der Hinteren Glaskörperabhebung nach unkomplizierter Katarakt-Operation

Katrin Lorenz1, Fabian Höhn2, Lars-Olof Hattenbach2, Alireza Mirshahi2
1Universitäts-Augenklinik Mainz, 2Augenklinik, Klinikum der Stadt Ludwigshafen, Ludwigshafen

Hintergrund
Die Häufigkeit der hinteren Glaskörperabhebung nach unkomplizierter moderner Phakoemulsifikation mit Implantation einer sekundären Hinterkammerlinse soll dargestellt werden.
Methode
In dieser prospektiven Studie wurde der Glaskörperstatus von 188 Augen von 188 Patienten mithilfe einer Spaltlampenuntersuchung, einer indirekten binokularen Ophthalmoskopie und einer B-Scan-Ultraschalluntersuchung vor einer geplanten Katarakt-Operation evaluiert (131 weiblich, 57 männlich, Durchschnittsalter 77.2 Jahre, Spannweite 39-99 Jahre). Patienten mit anliegendem hinterem Glaskörper wurden weiter verfolgt und eine Woche, einen Monat und ein Jahr nach unkomplizierter Katarakt-Operation mit Hinterkammerlinsen-Implantation kontrolliert (58 Patienten, 26 weiblich, 32 männlich, Durchschnittsalter 67.3 Jahre). Die präoperative Prävalenz und die Inzidenz einer hinteren Glaskörperabhebung im Verlauf der Studie wurden mithilfe der Ultraschallsonographie ermittelt.
Ergebnisse
Das mittlere sphärische Äquivalent betrug -0.78 D (Spannweite -8.75 bis +6.25 D), die durchschnittliche Achsenlänge war 23.22 mm (Spannweite 20.50 bis 26.04 mm). Während 58 Augen (30.6%) präoperativ keine hintere Glaskörperabhebung (HGKA) zeigten, wiesen 130 Augen (69.2%) von 188 Augen bereits präoperativ eine HGKA auf. 12 Augen (20.7%) entwickelten in der ersten postoperativen Woche eine HGKA, 18 Augen (31%) innerhalb eines Monats und 4 Augen (6.9%) innerhalb eines Jahres. Bei 24 Augen (41.4%) lag der Glaskörper ein Jahr nach der Operation noch an der Netzhaut an. Keiner der präoperativ bestimmten Parameter (wie z. B. Alter, Refraktion, Achsenlänge) konnte die Häufigkeit einer HGKA nach Katarakt-Operation vorhersagen.
Schlussfolgerungen
Das Auftreten einer hinteren Glaskörperabhebung kommt nach der Karatakt-Operation häufig vor, wenn der Glaskörper vor der Operation noch an der Netzhaut anlag. Unsere Ergebnisse können eventuell frühe postoperative vitreoretinale Komplikationen nach der Katarakt-Operation erklären.

 
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