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Abstract
P 133
Kornealer Endothelzellverlust bei Einsatz der Ozil®-Technologie im Vergleich zur konventionellen Phako-Technologie in-vitro
Philip Maier, Daniel Böhringer, Thomas Reinhard
Universitäts-Augenklinik Freiburg
Hintergrund
Es sollte untersucht werden, ob durch den Einsatz der torsionalen Phakoemulsifikation (Ozil®-Technologie) bei Kataraktoperationen der durch die Operation verursachte korneale Endothelzellverlust im Vergleich zur traditionellen Phakoemulsifikation reduziert ist.
Methode
In einem in-vitro-Modell an einer künstlichen Vorderkammer wurden an 15 humanen, für Transplantationszwecke ungeeigneten Hornhautpaaren Kataraktoperationen mit unterschiedlichen Parametern (Gesamtenergie, Gesamtoperationsdauer) mittels Ozil®- bzw. traditioneller Phako-Technologie simuliert (Infiniti®, Alcon Pharma GmbH). Anschließend wurde der Endothelzellverlust über weitere 6 Wochen in der Organkultur ermittelt.
Ergebnisse
Bei verschiedenen vergleichbaren Gesamtenergiestufen zeigte sich ein signifikant höherer relativer Endothelzellverlust nach Einsatz der Ozil®-Technik im Vergleich zur traditionellen Phako. Um jedoch die gleiche Gesamtenergie bei beiden Verfahren zu erreichen, war die Operationsdauer bei Verwendung der Ozil®-Technologie etwa 2,5 fach verlängert, was somit eine 2,5 fache Menge an eingesetzter Spülflüssigkeit bedeutete. Wir gehen davon aus, dass dies den erhöhten Endothelzellverlust möglicherweise erklärt. Aus diesem Grunde wird derzeit der chronische Endothelzellverlust bei vergleichbarer Gesamtoperationsdauer ermittelt.
Schlussfolgerungen
Bei gleicher Gesamtenergie von Ozil®-Technologie und traditioneller Phakoemulsifikation ist die Gesamtoperationsdauer bei Einsatz der Ozil-Technologie 2,5fach verlängert, was möglicherweise zu einem höheren Endothelzellverlust in diesem in-vitro-Modell führt. Ob der Endothelzellschaden bei Einsatz der Ozil®-Technologie für die Kataraktoperation bei gleicher Gesamtoperationsdauer und damit niedrigerer Gesamtenergie geringer ausfällt, muss noch geklärt werden. |
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