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Abstract
P 140
Analyse kornealer Wellenfronten zur klinischen Unterscheidung zwischen Keratokonus und Pellucider marginaler Degeneration
Daniela-Luisa Ott, Jens Bühren, Oliver Klaproth, Thomas Kohnen
Klinik für Augenheilkunde, Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/Main
Hintergrund
Das Ziel der Studie ist die Darstellung von Unterschieden der Wellenfrontaberrationen höherer Ordnung (HOA) der Hornhautvorder – und rückfläche zwischen Patienten mit Keratokonus (KK), Pellucider marginaler Degeneration (PMD) und gesunden Augen.
Methode
In dieser retrospektiven Studie wurden 55 Augen von 32 Patienten mit KK, 60 Augen von 43 Patienten mit PMD und 64 Augen von 32 augengesunden Patienten eingeschlossen.
Von den axial-keratometrischen Daten der Hornhautvorderfläche sowie den Elevationsdaten der Hornhautrückfläche wurde eine Zernike-Dekomposition (2.-7. Ordnung, 6mm Pupillendurchmesser) durchgeführt. Die Trennschärfe einzelner Zernike-Koeffizienten wurde mithilfe einer Receiver Operating Characteristic (ROC) - Analyse überprüft.
Ergebnisse
Der Vergleich der Hornhautvorderflächen ergab zwischen KK-Gruppe und PMD-Gruppe die höchste Trennschärfe (standardisierte Fläche unter der ROC-Kurve (AzROC)) für den Koeffizienten Z(2,2) (AzROC=0,891), zwischen KK-Gruppe und gesunden Augen für den total HOA root mean square-Wert (RMS) (AzROC=0,971) und zwischen PMD-Gruppe und gesunden Augen für den Koeffizienten Z(3,-1) (AzROC=0,991). Für die Hornhautrückfläche ergaben sich in den Gruppenvergleichen die entsprechenden Werte für die Koeffizienten Z(3,-1) (AzROC=0,816), residual HOA RMS (AzROC=0,967) und residual HOA RMS (AzROC=0,963). Der residual HOA RMS-Wert beinhaltet keine Coma und keine spärische Aberration.
Schlussfolgerungen
Die aus den axial- keratometrischen Daten der Hornhautvorderfläche sowie den Elevationsdaten der Hornhautrückfläche ermittelten Zernike-Koeffizienten können zur Unterscheidung zwischen KK, PMD und gesunden Augen herangezogen werden. |
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