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Abstract

P 147

Konfokale Laser Scanning Mikroskopie der Kornea von Labortieren

Maria Kröger1, Marina Hovakymian1, Oliver Stachs1, Andrea Meyer-Lindenberg2, Ingo Nolte2, Rudolf F. Guthoff1
1Universitäts-Augenklinik Rostock; 2Klinik für Kleintiere, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Hannover

Hintergrund
Die vorliegende Studie dient der morphologischen Untersuchung lebender Hornhäute der häufigsten Labortierarten unter Verwendung der in vivo Laser-Scanning Mikroskopie.
Methode
Die Studie umfasst die Untersuchung der Kornea von 2 Hunden, 2 Katzen, 5 Kaninchen, 5 Ratten und 5 Mäusen. Die Untersuchung beider Augen erfolgte in Vollnarkose mittels konfokaler Laser Scanning Mikroskopie (Heidelberg Retina Tomograph II/Rostock Cornea Module®, HRTII/RCM).
Ergebnisse
Von allen Spezies wurde das Hornhautepithel dargestellt, wobei nur minimale morphologische Variationen zwischen den Tierarten vorlagen.
Die Superfizialzellen erscheinen polygonal mit deutlichen Zellkernen, stark reflektierendem Zytoplasma und gut differenzierbaren Zellgrenzen. Die Intermediärzellen verfügen über ein dunkles Zytoplasma und klar bestimmbare, helle Zellgrenzen, zeigen jedoch keine Zellkerne. Die Basalzellen sind deutlich kleiner, zeigen ebenfalls dunkles Zytoplasma und verfügen über helle Grenzen.
Die Bowman Membran fehlt bei Hunden und Katzen. Bei Kaninchen, Ratten und Mäusen stellt sich die Bowman Membran als ein amorphes Gewebe zwischen der epithelialen Basalzellschicht und dem anterioren Stroma dar.
Ein subbasaler Nerven Plexus konnte bei allen Spezies dargestellt werden. Speziesabhängig variiert die Morphologie des Subbasalen Nerven Plexus in Durchmesser, Länge und Reflektionsintensität der Nervenfasern.
Bei Hunden, Katzen und Kaninchen sind Keratozytenzellkerne darstellbar, wobei sie je nach Stromabereich bezüglich Größe, Morphologie und Reflektivität variieren. Eine graduelle Abnahme der Keratozytenkerndichte in anterior-posteriorer Richtung konnte bei Hunden, Katzen und Kaninchen reproduzierbar nachgewiesen werden.
Abweichend vom Stroma der Hunde, Katzen und Kaninchen, sind bei Ratten und Mäusen keine reflektierenden, ovalen Zellkerne im Stroma darstellbar. Stattdessen zeigt sich ein dichtes Netzwerk von reflektierenden, sternförmigen Strukturen. Stromale Nerven sind als langgestreckte, hyperreflektive Strukturen bei allen Spezies sichtbar.
Die Endothelzellschicht stellt sich bei allen Tierarten als bienenwabenartig angeordnete, hexagonale Zellen mit hellem Zytoplasma und dunklen Zellgrenzen dar.
Schlussfolgerungen
Zusammenfassend betrachtet erscheinen die Zellmuster der Hornhaut-zellschichten der 5 untersuchten Tierarten relativ ähnlich mit einigen speziesspezifische Unterschieden.

 
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