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Abstract
P 157
Beidseitige iatrogene Pilz-Keratitis nach Laser-in-situ-Keratomileusis
Leonie Troeber, Ursula Löw, Frank Schirra, Berthold Seitz
Klinik für Augenheilkunde, Universitätskliniken des Saarlandes, Homburg/Saar
Hintergrund
Eine Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK) gehört heutzutage zum „state of the art“ der Behandlung von Fehlsichtigkeiten und wird oft bilateral in einer Sitzung durchgeführt.
Methode
Ein Fallbericht
Ergebnisse
Ein 19-jähriger Patient, der sich um einen Ausbildungsplatz bei der Polizei bewerben wollte, unterzog sich hierfür einer beidseitigen myopen LASIK (präoperative Refraktion R/L -2,5 Dioptrien). Drei Tage später stellte er sich wegen Hornhautinfiltraten in unserer Klinik vor.
Der Visus betrug rechts 0,6, links 0,3p. Spaltlampenmikroskopisch zeigte sich links mehr als rechts eine gemischte Gefäßinjektion und multiple Infiltrate im vorderen Hornhautstroma (Interface). Unter Lokaltherapie mit Amphotericin B Augentropfen (AT), Cefuroxim fortified 5 % AT im Wechsel mit Tobramycin fortified AT 4.2%, Polyspectran Augensalbe zur Nacht, außerdem sequentiell an beiden Augen Hebung des Flap zur Interface-Spülung mit Vancomycin und Amphotericin B, sowie Braunol 5%, sowie systemischer Therapie mit VFEND, Rocephin und Doxycyclin bildeten sich die Infiltrate zurück. Inflanefran forte AT wurden nach wenigen Tagen zusätzlich angesetzt. Nach Wochen entstanden stabile Narben. Trotz multipler fortbestehender Trübungen parazentral im Interface, besserte sich der Visus auf rechts sc 1,25 und links sc 0,9, mit Korrektur auf 1,25. Die Therapie wurde langsam ausgeschlichen. Mikrobiologisch konnte durch PCR (polymerase chain reaction) Fusarium oxysporum / Galaktomyces geotrichunm nachgewiesen werden .
Schlussfolgerungen
Obwohl die LASIK heute als sicheres Verfahren zur Behandlung von Fehlsichtigkeiten gilt, birgt sie dennoch Risiken, die zu einem drastischen Sehverlust führen und das Auge akut bedrohen können. Bei rechtzeitiger adäquater Therapie (inkl. Hebung des Flap) kann mittelfristig ein gutes Visusergebnis nach iatrogener Pilzinfektion erzielt werden. |
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