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Abstract
P 159
Langzeitstabilisierung von regenerierenden adulten retinalen Ganglienzellen
Carolin Chiwitt1, Tobias Stupp1, Johannes Seeger2, Solon Thanos1
1Abteilung für Experimentelle Ophthalmologie, Universitätsklinikum Münster, Münster; 2Veterinär-Anatomisches Institut der Universität Leipzig, Leipzig
Hintergrund
Adulte retinale Ganglienzellen können ihre durchtrennten Axone in periphere Nerventransplantate einwachsen, die als “bypass” des distalen Sehnervstumpfes verwendet werden.
Methode
Der Sehnerv adulter Ratten wurde komplett intraorbital durchtrennt und der okuläre Stumpf mittels eines autologen Ischiasnervensegmentes mit verschiedenen visuellen Zentren (Kortex, Mittelhirn) oder mit Fremdzielgebieten (z.B. Muskel) verbunden. Weitere Kontrollgruppen bestanden in der Durchtrennung ohne Transplantation und Transplantation mit blind endendem Transplantat. Die Funktion der Netzhaut wurde mittels ERG regelmäßig überprüft. Die Pupillenkonstriktion bei Lichteinfall wurde ebenfalls regelmäßig untersucht, um eine eventuelle funktionelle Wiederherstellung der visuellen Bahn zu erfassen. Nach 1, 6 und 9 Monaten wurden die regenerierenden bzw. axotomierten Ganglienzellen mit 4-Di-10-ASP retrograd markiert und morphometrisch quantifiziert. Weiterhin wurden immunhistochemische und anterograde Markierungsuntersuchungen durchgeführt.
Ergebnisse
Regenerierende Ganglienzellen bleiben stabil bis 9 Monate nach der Transplantation am N. opticus. Es gibt sowohl zahlenmäßige als auch morphometrisch erfassbare Unterschiede zwischen den experimentellen Gruppen und den Kontrollen, wobei die wiederverbundenen Ganglienzellen am besten typenspezifisch stabilisiert sind. Auch elektrophysiologisch und pupillographisch zeigen die Augen mit wiederverbundenem Sehnerven die besten funktionellen Ergebnisse.
Schlussfolgerungen
Adulte Ganglienzellen der Ratte können über ein periphernervöses Transplantat, welches mit visuellen Zentren in Verbindung steht, über lange Zeit stabilisiert werden. |
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