| |
107. DOG-Kongress Home
DOG-Kongressinformation
DOG-Kongress Bildergalerie
Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise und Forschungsförderungen
Höhepunkte
Wissenschaftliches Programm
Feierliche Eröffnung
Schwerpunkte
Wissenschaftliches Programm
- Do, 24.09.09
- Fr, 25.09.09
- Sa, 26.09.09
- So, 27.09.09
- Posterausstellung
Symposien
Kurse
Firmenveranstaltungen
Satellitenprogramm
Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie
Presseservice
Programm downloaden / drucken [PDF, 11 MB]
Vorprogramm downloaden / drucken [PDF, 3 MB]
DOG-Homepage
|
|
Abstract
P 163
Das Horner Syndrom als ophthalmologischer Notfall
Munir Marcel Keilani, Susanne Pitz, Norbert Pfeiffer, Giulia Renieri
Universitäts-Augenklinik Mainz
Hintergrund
Das Horner Syndrom resultiert aus einer Unterbrechung der sympathischen Leitungsbahnen und stellt mit über 25% ein häufiges Symptom einer Carotis Dissektion dar. Klinisch kann das Horner Syndrom dezent ausgeprägt sein; allerdings kann gerade die frühzeitige Diagnose in bestimmten Situationen eine zerebrale Ischämie oder eine embolische Komplikation verhindern.
Methode
Wir präsentieren dazu den Fall eines 47-jährigen sonst gesunden Patienten mit einer plötzlich aufgetretenen Anisokorie und einseitiger dezenter Ptosis rechts. Auf Nachfrage werden Unwohlsein, Schwindel und Clusterkopfschmerz angegeben. Anamnestisch ist eine 2002 behandelte zervikale Myelitis mit Parästhesien in Extremitäten und Thorax sowie ein HWS-Syndrom bekannt. Der Patient war vor einigen Jahren in mehrfacher chiropraktischer Behandlung. Die cranielle Computertomographie mit Angiographie erbrachte den Nachweis einer Dissektion der distalen A. carotis interna rechts, so dass auf der Stroke Unit umgehend eine antikoagulative Therapie eingeleitet wurde.
Ergebnisse
Die Fallbeschreibung und bisherige Literatur betonen, dass die Carotis Dissektion als Ursache des Horner Syndroms oft unterdiagnostiziert und daher übersehen werden kann. Dabei kann die spontane Dissektion der internen Carotis embolische Komplikationen mit letalem Ausgang haben. Das Risiko ist dafür in den ersten Tagen am höchsten. Die CT-Angiographie und das MRT sind der diagnostische Goldstandard.
Schlussfolgerungen
Eine notfallmäßige Abklärung des Horner Syndroms mit neuroradiologischen Untersuchungen der hirnversorgenden Gefäße sollte immer dann erfolgen, wenn neben der okulosympathischen Parese noch zusätzliche atypische Symptome wie Kopf-, Gesichts- oder Halsschmerzen, Tinnitus, Dysarthrie, Dysphagie, Zungenparalyse oder monokuläre Sehstörungen auftreten. Dies gilt insbesondere bei bisher gesunden Patienten mittleren Alters oder Kindern. Dabei sollten auch triviale Traumata, ein kürzlich vorangegangener respiratorischer Infekt oder eine Jahre zurückliegende chiropraktische Behandlung als begünstigende Faktoren für eine Gefäßdissektion berücksichtigt werden. Nur so kann frühzeitig eine Therapie begonnen werden, um okuläre oder zerebrale Ischämien zu verhindern. |
|