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Abstract
P 165
Vollständige Visuserholung nach Aniridie-Linsenimplantation bei bilateraler kongenitaler Aniridie.
Georgia Milioti1, Nikolaos Kozeis2, Zisis Gkatzioufas3, Ursula Löw3, Kouris Ninios3, Berthold Seitz3
1Klinik für Augenheilkunde, Klinikum Saarbrücken; 2Augenklinik, Hippokrateion Allgemeinkrankenhaus, Thessaloniki, Greece; 3Klinik für Augenheilkunde, Universitätskliniken des Saarlandes, Homburg/Saar
Hintergrund
Aniridie ist eine kongenitale, hereditäre, bilaterale Extremfrom einer Irishypoplasie. Die kongenitale Aniridie führt zu sehr frühzeitigen intrauterinen Augenentwicklungsstörungen. Zum Geburtszeitpunkt hat ein Großteil des Auges einen gewissen Grad der Unterentwicklung aufzuweisen. Die klinischen Manifestationen der Aniridie haben allerdings eine große Varianz.
Methode
Eine 35jährige Patientin mit congenitaler bilateraler sporadischer Aniridie gab eine innerhalb einiger Monate eingetretene schleichende Visusminderung mit zunehmender Blendungsempfindlichkeit an. Die augenärztliche Untersuchung ergab einen bestkorrigierten Visus von 0.2 am rechten und 0.3 am linken Auge. Es zeigte sich eine komplette Aniridie und eine beginnende Cataracta corticalis an beiden Augen. Die Katarakt-Operation erfolgte mittels einer Phakoemulsifikation und intraokularer Aniridielinse (von Morcher). Einen Monat postoperativ betrug die bestkorrigierte Sehschärfe beidseits 0.8. Die Blendungsempfindlichkeit war deutlich zurückgegangen.
Schlussfolgerungen
Bei unserer Patientin kam es nach einer Aniridie-Linsenimplantation erstaunlichweise zu einer fast vollständigen Visuserholung an beiden Augen. Wir vermuten, dass eine Kataraktentwicklung im Kindesalter zur Bildung einer „künstlichen Pupille“ geführt hat und dies eine tiefere Amblyopie verhinderte. |
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