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Abstract

P 168

Einseitige Papillenschwellung als Zeichen der idiopathischen intrakraniellen Hypertension – Falldarstellung und Literaturübersicht

Stefanie Tech, Christina Gerth
Universitäts-Augenklinik Rostock

Hintergrund
Häufigstes ophthalmologisches Zeichen der idiopathischen intrakraniellen Hypertension (IIH) ist eine beidseitige und symmetrische Papillenschwellung bei meist erhaltenem Visus. Eine einseitige Papillenschwellung kann eine schwierige neuroophthalmologische Differentialdiagnose darstellen.
Methode
Retrospektive Falldarstellung und Literaturrecherche. 
Ergebnisse
Eine 48 jährige Patientin mit einseitigem Schattensehen seit 2 Wochen ohne assoziierte Kopfschmerzen zeigte eine Papillenschwellung am betroffenem Auge bei voller Sehschärfe und Farbsehen (Panel D 15, saturiert). Das zentrale Gesichtsfeld wies einen vergrößerten blinden Fleck auf. Basierend auf einer regelrechten MRT des Schädels und erhöhte Liquordruckmessung wurde die Diagnose eines IIH gestellt. Unter Therapie mit oralen Karboanhydrasehemmern bildete sich die Symptomatik und die Papillenschwellung vollständig über einen Zeitraum von 10 Wochen zurück. Die Literaturübersicht zeigt, dass eine einseitige Papillenschwellung selten Zeichen einer IIH sein kann. (Huna-Baron et al., Neurology 2001)
Schlussfolgerungen
Anhand der Falldarstellung und Literaturübersicht demonstrieren wir, dass bei isoliert einseitiger Papillenschwellung, fehlenden Zeichen eines Gefäßverschlußes oder Papillitis und regelrechtem MRT eine Liquordruckmessung zur differentialdiagnostischen Abgrenzung einer IIH durchgeführt werden sollte. Der Krankheitsverlauf ist im Vergleich zu den publizierten Daten ähnlich den Fällen mit beidseitiger Papillenschwellung bei IIH

 
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