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Abstract

P 169

Erfassung von Veränderungen der Dicke der Netzhautschichten im Makulabereich bei Optikusatrophie durch Quantifizierung des Reflektivitätsprofils von OCT-scans

Elisabeth Kühn, Helmut Tegetmeyer
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig

Hintergrund
Die Standardsoftware derzeit verfügbarer Geräte für die optische Kohärenztomographie (OCT) ermöglicht die Vermessung der  Dicke der retinalen Nervenfaserschicht (RNFL) und des Makulavolumens (MV). Eine Dickenanalyse der einzelnen Netzhautschichten ist jedoch noch nicht möglich. Mit Hilfe der Quantifizierung der Reflektivitätsprofile exportierter OCT-Scans sollen Dickenveränderungen der Makula als Folge von Optikusatrophien dargestellt und den einzelnen Schichten zugeordnet werden.
Methode
OCT-Scans der Makula wurden mit Hilfe der schnellen Protokolle des Stratus OCT 3000 (Carl Zeiss Meditec) bei Patienten mit gesicherter Optikusatrophie und bei augengesunden Kontrollpersonen erhoben. Die jeweils 6 radialen Scans wurden als Grauwertbilder dargestellt und als JPEG-Dateien exportiert. Mit Hilfe eines Freeware-Bildverarbeitungsprogramms (ImageJ, NIH) wurden die axialen Reflektivitätsprofile der radialen Scans an allen 12 Punkten in 1,5mm Entfernung von der Foveola erhoben und gemittelt. Bei einer transversalen Profilbreite von 180µm wurden dabei an jedem Messpunkt mindestens 3 benachbarte axiale Scans erfasst. Die charakteristische Profilsequenz der 5 Intensitätsmaxima (Nervenfaserschicht, innere plexiforme Schicht, äußere plexiforme Schicht, Grenze zwischen Innen- und Außengliedern der Rezeptoren, retinales Pigmentepithel) und 4 Intensitätsminima (Ganglienzellschicht, innere Körnerschicht, Rezeptorinnenglieder und äußere Körnerschicht, Rezeptoraußenglieder) wurde der Lokalisation der einzelnen anatomischen Makulaschichten von innen nach außen zugeordnet.
Ergebnisse
Die Dickenänderungen der einzelnen Netzhautschichten konnten aus den axialen Reflektivitätsprofilen durch Abstandsänderungen der benachbarten Maxima bzw. Minima gut reproduzierbar erfasst werden. Bei Patienten mit Optikusatrophie lassen sich so deutliche Dickenabnahmen der 3 inneren Makulaschichten darstellen.
Schlussfolgerungen
Die Analyse der axialen Reflektivitätsprofile aus exportierten JPEG-Dateien von OCT-Scans der Makula erlaubt die Quantifizierung der Dicke der einzelnen Netzhautschichten im Makulabereich und ihrer Veränderung bei Optikusatrophie.

 
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