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Abstract
P 170
Zeitliche Stabilität der Reizschwellen der humanen Netzhaut bei epiretinaler Stimulation
Oliver Zeitz1, Ralf Hornig2, Matthias Keserü1, Lars Wagenfeld1, Nils Post2, Gisbert Richard1
1Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg; 2Fa. IMI Intelligent Medical Implants GmbH, Bonn
Hintergrund
Die Entwicklung von Netzhautstimulatoren als Grundlage für künftige Netzhautprothesen hat durch Fortschritte in der Computertechnologie neuen Schub erhalten. Das Ziel der folgenden Studie ist die Charakterisierung der zeitlichen Stabilität einer epiretinalen Netzhautstimulation.
Methode
Der Prototyp eines drahtlosen epiretinalen Netzhautstimulators (IMI Intelligent Medical Implants, Bonn) mit 49 Elektroden wurde in zwei 65 Jahre alte an Retinitis pigmentosa erblindete Patienten implantiert (S1 und S2). Die Stimulationsschwelle wurde mehrfach innerhalb des Nachbeobachtungszeitraums durch Interpolation mit einer Weibull Funktion bestimmt.
Ergebnisse
Insgesamt wurden 166 Bestimmungen der Reizschwelle in beiden Patienten durchgeführt. Die mittlere Reizschwelle war 15.1±10.9nC in S1 (N=74; Nachbeobachtung 21-128 Tage) und 29.5±45.0nC bei S2 (N=92; Nachbeobachtung 27-221 Tage) anderen Patienten (S1 vs. S2: P<0.05). Im intraindividuellen Vergleich zwischen den Elektroden zeigten sich bei S1 für alle Elektroden statistisch gleiche Reizschwellen, während bei S2 zwei Elektroden unterschiedliche Reizschwellen aufwiesen. Über die Zeit war die Reizschwelle in insgesamt sieben Elektroden stabil, in zwei stieg die Reizschwelle leicht an und in zwei nahm sie leicht ab.
Schlussfolgerungen
In der gegenwärtigen Untersuchung stellt sich die Reizschwelle als eine relativ dynamische Variable jeder einzelnen Elektrode und jedes einzelnen Patienten dar. Dieser Umstand ist eine Herausforderung für die Steuerung künftiger Netzhautprothesen und muss bei der Entwicklung entsprechender Systeme berücksichtigt werden. |
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