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Abstract
P 175
Okuläre Komplikationen bei primärem Antiphospholipidsyndrom in der Schwangerschaft
Nadine Friedrich, Matus Rehak, Petra Meier, Peter Wiedemann
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig
Hintergrund:
Das primäre Antiphospholipidsyndrom (APS) gehört zu den wichtigsten Koagulationsstörungen, die zu thrombotischen Komplikationen führen. Die häufigste okuläre Manifestation zeigt sich in Form von retinalen venösen und arteriellen Verschlüssen. Thrombosen können in allen Gefäßen des Auges auftreten.
Methodik:
Wir berichten über zwei junge Frauen mit APS, die unmittelbar nach der Entbindung einen choroidalen Verschlussprozess erlitten. Klinische Befunde, Fotodokumentationen und Fluoreszenzangiographien werden präsentiert.
Ergebnisse:
Die erste Patientin entwickelte im Rahmen eines „Catastrophic Antiphospholipid Syndrome“ choroidale Verschlüsse, am rechten Auge zeigte mit Einbeziehung der Makula, die zu einer Visusminderung auf 0,1 führte. Der Visus erholte sich unter einer hochdosierten systemischen Antikoagulation mit Heparin, die nachfolgend auf eine Langzeittherapie mit Falithrom umgestellt wurde, innerhalb eines Jahres auf 1,0. Verblieben sind ausgeprägte nicht visuswirksame hyperpigmentierte choroidale Narben.
Die zweite Patientin entwickelte ebenfalls im Rahmen eines APS beidseits multiple choroidale Verschlüsse mit einer makulären RPE-Abhebung. Der Visus erholte sich ebenfalls unter systemischer Antikoagulation mit Heparin innerhalb von 3 Monaten von 0,5 auf 1,0.
Schlussfolgerung:
Im Rahmen eines Antiphospholipidsyndroms können postpartal schwere okuläre Perfusionsstörungen auftreten. Unter entsprechender systemischer Antikoagulation ist eine vollständige Visuserholung möglich. |
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