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Abstract
P 177
Homonyme makuläre fokale Pigmentepitheliopathie unklarer Genese
Pegah Heidari, Rodrigo Barbieri, Stephan Schulze
Augenklinik, Standort Marburg, Universitätklinikum Gießen und Marburg, Marburg
Hintergrund
Ein 33-jähriger Patient stellte sich mit einer akuten Sehverschlechterung beidseits notfallmäßig bei uns vor. Am linken Auge sei die untere Gesichtsfeldhälfte grau und schleierhaft.
Anamnestisch berichtet der Patient, einige Tage zuvor in eine Super LED Taschenlampe geschaut zu haben. Außerdem hatte der Patient seit ca. einer Woche einen viralen Infekt, die als Mund-Hand-Fuß Krankheit diagnostiziert wurde.
Methode
Bei der Eingangsuntersuchung zeigte sich beidseits ein deutlich herabgesetzter Visus, rechts 0,63 und links 0,4 sowie ein völlig unauffälliger Vorderabschnitts- und Pupillenbefund. Funduskopisch war beidseits oberhalb der Makula ein aufgehelltes, ödematöses Areal sichtbar. Im Goldmann Gesichtsfeld stellte sich passend dazu ein parazentrales Skotom dar.
Ergebnisse
10 Tage später, nach einer 3-tägigen Therapie mit 100 mg Prednisolon, kam es zu einem Visusanstieg auf 1,0. Funduskopisch und fluoreszenzangiographisch wurden Pigmentepithelnarben homonym oberhalb der Makula sichtbar. In der Serologie waren mehrere virale IgG-Antikörper erhöht, jedoch lag kein Anzeichen für eine akute Entzündung vor. Im 30 ° Gesichtsfeld zeigte sich ein kleines relatives parazentrales Skotom beidseits.
Schlussfolgerungen
In diesem Fallbericht ist die homonyme Lage der Makula Läsion besonders interessant. Dieser Befund spricht gegen eine Makuladystrophie im eigentlichen Sinne, da diese sich in der Regel seitengleich darstellen. Es kann sich differentialdiagnostisch um eine multifokal Choroiditis handeln. Eine Retinopathia solaris kommt jedoch aufgrund der Lage der Läsion auch in Frage. Eine virale Infektion lässt sich bei den auffällig erhöhten IgG Spiegeln (Adeno Virus, Coxsackie Virus, Ebstein-Barr Virus, Herpes simplex Virus) ebenfalls nicht ausschließen. |
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