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Abstract
P 179
Retinopathia solaris: detaillierte Dokumentation der retinalen Strukturveränderungen im Verlauf mittels Spectralis-OCT
Roman Greslechner, Tina Dietrich, Horst Helbig, Agnes B. Renner
Universitäts-Augenklinik, Universitätsklinikum Regensburg, Regensburg
Hintergrund:
Die Retinopathia solaris wird durch ungeschütztes Betrachten der Sonne verursacht. Sie führt zu einer beidseitigen Visusminderung, einem Zentralskotom und geht mit einer kleinen gelblichen Läsion der Fovea einher. Es wird angenommen, dass die Schädigung der Netzhaut auf einen fotochemischen Effekt zurückzuführen ist, wobei diese Schädigung reversibel sein kann. Wir präsentieren Spectralis-OCT- und Fundusautofluoreszenz (FAF) Befunde einer jungen Patientin mit Retinopathia solaris.
Methoden:
Klinische Untersuchung einer zwölf Jahre alten weiblichen Patientin mittels indirekter Ophthalmoskopie, Perimetrie (10 Grad-Gesichtsfeld), Spectralis-OCT und FAF (Heidelberg Engineering, Deutschland). Kontrolluntersuchungen wurden über einen Zeitraum von sechs Wochen durchgeführt.
Ergebnisse:
Die Patientin berichtete über eine seit zwei Tagen bestehende beidseitige Visusminderung einhergehend mit Zentralskotom, die beide unmittelbar nach Betrachtung der Sonne aufgetreten seien. Sie gab an, mit Sonnenbrille für wenige Sekunden in die Sonne geblickt zu haben. Im Zuge der ersten Untersuchung fand sich an beiden Augen eine Visus von 0,8 und funduskopisch eine kleine gelbliche Läsion im Zentrum der Fovea. Das Gesichtsfeld war regelrecht. Im OCT zeigten sich Irregularitäten im Bereich des retinalen Pigmentepithels, der Fotorezeptoraußen- und Innensegmente, sowie der äußeren Körnerschicht.Die Kontinuität all dieser Netzhauschichten erschien im Bereich der Foveola unterbrochen. Die FAF war unauffällig. Innerhalb eines Zeitraums von sechs Wochen bemerkte die Patientin einen Visusanstieg und eine Abnahme des Zentralskotoms. Die fovealen Läsionen bildeten sich beinahe vollständig zurück. In den OCT Aufnahmen konnte eine Reorganisation der Netzhautschichten dargestellt und im Verlauf aber eine leichte Reduktion der FAF in der Foveola nachgewiesen werden.
Schlussfolgerungen:
Die Spectralis-OCT ermöglicht eine exakte Lokalisation der im Rahmen einer Retinopathia solaris auftretenden pathologischen Prozesse. Diese Pathologien fanden sich foveolär in allen Schichten der Netzhaut. Innerhalb weniger Wochen waren die Veränderungen reversibel. |
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