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Abstract
P 181
Spectral-Domain-OCT – Befunde bei akuter traumatischer Retinopathie
Frank Weinand, Melanie Jäger, Monika Andrassi-Darida, Yaroslava Chopovska
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Standort Gießen, Universiätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen
Hintergrund
Beschreibung der Befunde bei der traumatischen Retinopathie mit Hilfe der hochauflösenden optischen Kohärenz-Tomographie (S-OCT).
Methode
Eine 38jährige Frau mit einseitigem Visusverlust auf ihrem rechten Auge nach einem stumpfen Bulbustrauma wurde mittels hochauflösendem OCT untersucht.
Ergebnisse
Die Sehschärfe betrug am betroffenen Auge 0,2 und am amblyopen Partnerauge 0,05. Funduskopisch fanden sich am rechten Auge ein weiß-gräuliches Makulaödem und präretinale Blutungen. Das S-OCT im Bereich des Berlin-Ödems (Referenzareal: superior inner macula) zeigte keine Verdickung der Netzhaut (353 µm, Normwert: 348 ± 14,9 µm), jedoch eine erniedrigte Reflektivität der äußeren Netzhautschichten und ein Fehlen des Interface zwischen den Photorezeptor Innen- und Außensegmenten (JIO). Das retinale Pigmentepithel stellte sich normal dar, während die äußere Grenzmembran erkennbar, aber irregulär erschien. Vier Monate später fand sich klinisch eine fleckförmige Hyperpigmentierung, der in der Autofluoreszenz hypofluoreszente Areale entsprachen. Im S-OCT zeigte sich eine Abnahme der Netzhautdicke auf 235 µm im Referenzareal und weiterhin die strukturellen oben beschriebenen Veränderungen in der äußeren Netzhaut. Der Visus erholte sich auf 0,5.
Schlussfolgerungen
Im S-OCT repräsentieren eine erniedrigte Reflektivität der äußeren Netzhaut sowie das Fehlen des JIO das Zerreißen der Photorezeptor-Außensegmente beim Berlin-Ödem. Diese strukturellen Veränderungen persistieren auch noch nach 4 Monaten und sind mit einer Abnahme der Netzhautdicke verbunden. |
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