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Abstract

P 185

Einseitige makuläre serpiginöse Chorioiditis mit Glaskörperbeteiligung

Ramona Verena Neutzner, Melanie Jäger, Birgit Lorenz
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Standort Gießen, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen

Hintergrund
Hintergrund und Ziel: Die serpiginöse Chorioiditis ist eine seltene Erkrankung aus der Gruppe der White-Dot-Syndrome, die meist beidseits, asymmetrisch und zunächst peripapillär mit geringer Glaskörperinfiltration auftritt. Wir berichten von einem Fall mit andersartiger Verlaufsform.
Methode
Falldarstellung: Eine 54-jährige Patientin stellte sich mit linksseitiger Visusminderung auf 0,2 aufgrund einer deutlichen Glaskörperinfiltration vor. Am rechten Auge konnten keinerlei morphologische Auffälligkeiten festgestellt werden. Die Laborergebnisse zeigten ein erhöhtes C-reaktives Protein bei ansonsten unauffälligen immunologischen Parametern und Abklärungsuntersuchungen. Eine infektiöse Genese durch Borrelien oder Toxoplasmose wurde serologisch ausgeschlossen.
Zusätzlich zur Lokaltherapie wurde eine systemische Steroidtherapie eingeleitet, worunter der Funduseinblick deutlich aufklarte. Die funduskopisch gelb-weißliche, geographisch angeordnete Läsion in der Makula zeigte fluoreszenzangiographisch eine frühe Hypofluoreszenz gefolgt von einer diffusen Leckage in der Spätphase. Im Spectralis OCT stellten sich im Bereich der Außensegmente der Photorezeptorenschicht und des retinalen Pigmentepithels, sowie der Chorioidea Auffälligkeiten dar. Die Ausdehnung dieser Veränderungen überschritt erstaunlicherweise deutlich das funduskopisch auffällige Areal.
Nach Diagnosestellung einer serpiginösen Chorioiditis wurde eine immunsuppressive Therapie eingeleitet, worunter der Befund stabilisiert werden konnte.
Schlussfolgerungen
Zusammenfassung:
Aufgrund des progredienten bzw. chronisch rezidivierenden Verlaufs der serpiginösen Chorioiditis ist die schnelle Diagnosestellung von entscheidender Bedeutung, um frühzeitig eine adäquate Therapie beginnen zu können und dadurch langfristig eine bessere Visusprognose zu erreichen.  

 
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