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Abstract

P 186

Spontanremission einer chronischen Augeninnendruckerhöhung nach Triamcinoloninjektion bei Makulaödem unklarer Genese

Nicola  Rauch, Sabine Kurz, Norbert Pfeiffer
Universitäts-Augenklinik Mainz

Hintergrund
Nach Triamcinoloninjektion kann es bei bis zu 50% der Patienten nach 2 bis 8 Wochen zu einer Augeninnendruckerhöhung kommen die typischerweise nach 2-8 Wochen auftritt und sich in der Regel nach 6 Monaten normalisiert. Hier sind vor allem junge Patienten betroffen. So auch im Falle einer 22 jährigen Patientin, bei welcher nach intravitrealer Gabe von Triamcinoloninjektion (10mg) der Augeninnendruck (IOD) bis 61 mmHg anstieg über einen Zeitraum von 10 Monaten. Danach stellte sich eine Spontanremission ein.
Ergebnisse
Bei Erstvorstellung berichtet die Patientin von einer seit sechs Wochen bestehenden zentralen, schmerzfreien Visusminderung auf 0,5 links. Sowohl im Optische Kohärenz-Tomograph (OCT) als auch in der Farbstoffuntersuchung bestätigte sich der klinische Befund eines Maculaödems. Unter lokaler Antiphlogistikagabe von Voltaren 4xd und systemischer Prednisolon Gabe per os über 3 Monate kam es zu keiner Befundverbesserung, so dass 10 mg Triamcinolon intravitreal appliziert wurde. Vier Wochen später entwickelte die Patientin starke Schmerzen. Es zeigte sich eine vollständige Visusrehabilitation von 0,5 wieder auf 1,0, jedoch bei erhöhten Augeninnendruckwerten von 30 mmHg. Der Augeninnendruck stieg nach 5 Monaten auf 61 mmHg unter 3 facher lokaler antiglaukomatöser Therapie und Acetazolamid 500mg oral an. Der Kammerwinkel war zirkulär offen (Shaffer IV). Unter Acetazolamid intravenös und lokaler Therapie von Dorzolamid+Timolol, Brimonidin sank der Augeninnendruck auf 15 mmHg gesenkt werden. Nach 7 Monaten konnte die systemische Therapie und nach 10 Monaten die Lokaltherapie abgesetzt werden. Ein Tensioprofil über 48 Stunden zeigte unter Auslass der Therapie Augeninnendruckwerte zwischen 12 und 14 mmHg. Funduskopisch zeigte sich eine Papille mit kräftigem neuroretinalen Randsaum. Der Visus war am Tag der Entlassung 1,0.
Schlussfolgerungen
Eine Augeninnendruckerhöhung durch intravitreale Triamcinolongabe kann sich auch noch nach vielen Monaten zurückbilden. In diesem Fall kam es trotz zwischenzeitlich extrem hoher Tensiowerte nach 10 Monaten zu einer Spontanremission. Die Indikation zur operativen Intervention (laut Literatur in 1-2 %) sollte daher in solchen Fällen streng und eher zurückhaltend gestellt werden.

 
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