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Abstract
P 193
Der Effekt der transkornealen elektrischen Stimulation auf elektrisch ausgelöste Phosphenschwellenwerte bei Retinitis pigmentosa und Zentralarterienverschluss
Tobias Röck, André Messias, Lubka Naycheva, Karl Ulrich Bartz-Schmidt, Eberhart Zrenner, Florian Gekeler
Universitäts-Augenklinik Tübingen
Hintergrund
Die noch laufende Studie dient dazu, elektrisch ausgelöste Phosphenschwellenwerte bei Patienten mit Retinitis pigmentosa (RP) und Zentralarterienverschluss (ZAV) über ein breites Spektrum an Impulsfrequenzen zu bestimmen und den Effekt der Transkornealen Elektrischen Stimulation (TES) zu evaluieren.
Methode
39 Augen von 39 Teilnehmern (11 gesunden Probanden, 12 Patienten mit RP und 16 mit ZAV) wurden in die Studie eingeschlossen. Die Patienten wurden mit TES (1 ms biphasische Impulse bei 20 Hz; Anwendung mit DTL-Elektroden) für 30 Minuten einmal pro Woche behandelt. Die Schwellenwerte wurden bei 3, 6, 9, 20, 40, 60 und 80 Hz bei einer Screening-Visite und anschließend nach TES bei 8 Visiten in einem Zeitraum von 17 Wochen gemessen. Die Gruppe der Patienten mit RP und ZAV wurden unterteilt in 3 Untergruppen nach TES Intensität: 0 mA (Sham), 150% oder 66% der Schwellenwerte bei 20 Hz.
Ergebnisse
Acht Patienten mit RP (TES = 0 mA: n = 2, TES = 150%: n = 3 und TES = 66%: n = 3), und fünf mit ZAV (TES = 0 mA: n = 2, TES = 150 %: n = 2 und TES = 66%: n = 1) durchliefen bisher die gesamte Studienzeit. Zu Beginn der Studie stellte sich bei gesunden Probanden der Mittelwert ± Standardabweichung der Schwellenwerte bei 20 Hz auf 0,07 ± 0,01 mA, bei RP Patienten auf 0,40 ± 0,10 mA und bei ZAV Patienten auf 0,44 ± 0,06 mA ein (ANOVA: F = 20,5, p <0,0001). Die Schwellenwerte waren bei beiden Patientengruppen statistisch signifikant höher als bei gesunden Probanden, jedoch zeigten sich zwischen RP und ZAV keine Unterschiede (Tukey-Kramer HSD auf 0,05). Es zeigte sich im Laufe der Studie eine starke Tendenz zur Abnahme der Schwellenwerte in der RP-Patientengruppe, es zeigt sich ein sichtbarer Unterschied zwischen der Sham- und Stimulationsgruppe. Wegen der kleinen Gruppen entzieht sich dieser Vergleich derzeit einer statistischen Analyse. Bei Patienten mit ZAV ist diese Tendenz weniger ausgeprägt als bei RP-Patienten.
Schlussfolgerungen
Die Daten zeigen, dass die Phosphenschwellen bei einem breiten Spektrum an Impulsfrequenzen bei RP- und ZAV Patienten höher liegen als bei gesunden Probanden, und dass nach wiederholter TES eine Tendenz zur Verringerung der Schwellenwerte bei RP-Patienten, aber nicht bei Patienten mit ZAV besteht. |
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