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Abstract
P 197
Kombinierte intravitreale Applikation von rT-PA und Bevacizumab bei subretinalen Makulablutungen.
Michael R. R. Böhm, Holger Busse, Constantin E. Uhlig
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Münster, Münster
Hintergrund
Vier Patienten mit subretinaler Makulablutung und choroidaler Neovaskularisation sind im off-label Verfahren mit einer initialen intravitrealen kombinierten Injektion von rT-PA (Plasminogen Activator, 25 - 50 µg) und Bevazicumab (25 - 50 µg) sowie in der Folge mit zwei weiteren Bevacizumab Injektionen (je 50 µg) in monatlichen Intervallen behandelt worden.
Methode
Retrospektive Analyse, bestkorrigierter Fernvisus (Snellen Optotypen, 5 m Distanz), Spaltlampenbiomikroskopie, Funduskopie, Fluoreszenzangiographie (FAG), Netzhaut-OCT, Ganzfeld-Elektroretinogramm (ERG). Beobachtungszeitraum 30 - 72 Wochen.
Ergebnisse
In einem Fall erfolgte ein Visusgewinn, in drei Fällen sank der Visus. Die durchschnittliche Visusveränderung betrug -1,25 Zeilen. Bei allen Patienten wurden retinale Pigmentepithelalterationen im Bereich der Makula und in einem Fall am gesamten hinteren Pol beobachtet. Im Vergleich zum unbehandelten Auge wurden im ERG verminderte Amplituden (durchschnittlich -157,88 µV unter skotopischen und -92.04 µV unter photopischen Bedingungen) abgeleitet. In einem Fall war die elektrophysiologische Reizantwort komplett erloschen.
Schlussfolgerungen
Nach kombinierter intravitrealer Applikation von rT-PA und Bevacizumab wurden bei den hier geschilderten Fällen irreversible morphologische und elektrophysiologische Veränderungen sowie in drei Fällen ein reduzierter Visus beobachtet. Aktuell bleibt unklar, ob diese Veränderungen durch die Hämorrhagien, das intravitreal applizierte rT-PA oder die Kombination der eingebrachten Wirkstoffe verursacht wurden. |
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