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Abstract
P 200
Bevacizumab-unterstützte Vitrektomie bei traktiver PDR-Ablatio retinae
Sven Walter, Arne Viestenz, Wolfgang Behrens-Baumann
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Magdeburg, Magdeburg
Hintergrund
Die antiangiogenen Eigenschaften von Bevacizumab zur Therapie der feuchten AMD sind bekannt und wurden auch zur Therapie der Rubeosis iridis erfolgreich eingesetzt. Ziel der Untersuchung war, die intraoperative und postoperative Hämorrhagie beim Lösen von netzhautabhebenden Membranen mittels etwa 2 Wochen präoperativ applizierten intravitrealen Injektion von Bevazicumab (IVB) bei Augen mit schwerer traktiver Ablatio retinae bei PDR zu reduzieren.
Methode
10 Patienten (zw. 36 J. und 53 J.) mit schwerer traktiver Ablatio retinae, Rubeosis iridis und persistierender Glaskörpereinblutung bei PDR erhielten etwa 2 Wochen vor der pars-plana-Vitrektomie eine intravitreale Injektion von 1,25 mg Bevacizumab.
Ergebnisse
Im Verlauf kam es zu einer deutlichen Regression der Rubeosis iridis. Die traktiven Membranen ließen sich komplikationslos und ohne Sanguinatio abpräparieren, ohne dass es im Verlauf von 2 Monaten nachblutete. Bei den Patienten lag die Netzhaut allseits spannungsfrei an.
Schlussfolgerungen
Die IVB scheint bei schwerer traktiver PDR-Ablatio retinae ein geringes Blutungsrisiko während und nach der Vitrektomie zu haben als vergleichbare Augen ohne IVB und den intra- sowie postoperativen Verlauf positiv zu beeinflussen. Aufgrund dieser Pilotstudie planen wir eine prospektive, randomisierte Untersuchung mit einer entsprechenden Kontrollgruppe. |
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