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Abstract
P 202
Ein Glaskörperersatz aus dem Biopolymer Hyaluronsäure
Charlotte Frank, Martin S. Spitzer, Sigrid Henke-Fahle, Efdal Yoeruek, Karl-Ulrich Bartz-Schmidt, Peter Szurman
Universitäts-Augenklinik, Department für Augenheilkunde, Eberhard-Karls Universität, Tübingen
Hintergrund
Ziel der Studie war die Erschaffung eines künstlichen Glaskörperersatzes mittels Quervernetzung von Hyaluronsäure. Dieser sollte klar, biokompatibel und dreidimensional sein, ohne die optische Refraktion zu ändern.
Methode
Durch den Einsatz von Dihydraziden und durch die Photopolymerisation mit UV-Licht konnten zwei verschiedene quervernetzte Hyaluronsäuregele hergestellt werden. Um den Abbau der Hydrogele beurteilen zu können, wurde der Abbau von Hyaluronsäure mittels photometrischer Messung von Uronsäure, einem Abbauprodukt der Hyaluronsäure bestimmt. Desweiteren wurden verschiedene Zellkulturversuche durchgeführt, um den in-vitro Effekt auf retinale Pigmentepithelzellen zu beschreiben.
Ergebnisse
Die hergestellen Hydrogele waren klar, dreidimensional und zu einem gewissen Grad elastisch. Über den Beobachtungszeitraum von einem Monate zeigte sich nur ein geringer Abbau der Hyaluronsäuregele. In den Zellkulturversuchen fand sich praktisch keine von den Hyaluronsäuregelen ausgehende Toxizität.
Schlussfolgerungen
Es konnten zwei verschiedene Wege aufgezeigt werden, um eine Glaskörperersatz aus Hyaluronsäure herzustellen. Beide Hyaluronsäuregele hatten ähnliche physikalische Eigenschaften und zeigten in vitro einen langsamen Abbau. Außerdem schienen sie beide biokompatibel zu sein. |
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